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Kalte Kunst für religiöse Touristen

Eishotel lockt mit Moschee

Publicerat torsdag 20 oktober 2011 kl 14.47
„Das Eishotel steht allen offen"
(3:39 min)
Eis und Schnee locken Reisende aus dem Nahen Osten bislang mäßig.

Eine Moschee aus Eis soll die neue Touristenattraktion des Eishotels im nordschwedischen Jukkasjärvi werden. Insbesondere für die derzeit eher spärliche Anzahl Gäste aus muslimischen Ländern könnte das Eishotel dadurch ein attraktiver Urlaubsort werden. Noch steckt das Projekt jedoch in der Planungsphase.

Zwar noch nicht in diesem Winter, dafür aber in der Saison 2012/13 könnte die Eismoschee Seite an Seite mit der alljährlich gebauten Eiskirche Wirklichkeit werden. Die Idee dazu kam jedoch nicht von den Verantwortlichen des Eishotels selbst, erklärt Verkaufs- und Marketingchef Dan Björk gegenüber Radio Schweden.

„Wir sind von einem Unternehmen kontaktiert worden, das an der Errichtung einer Eismoschee interessiert ist, und wir haben spontan gedacht: warum eigentlich nicht? Spannende Architektur, spannendes Design. Wir sind ein Treffpunkt für Menschen aus aller Welt. In der vergangenen Saison hatten wir Gäste aus 84 verschiedenen Nationen. Wenn wir eine Kirche haben, ist auch Platz für eine Moschee. Auch eine Synagoge käme in Frage, wenn sich dafür ein Geldgeber finden würde."

Eishotel bestimmt über Inhalt

Gerade aus dem Nahen Osten kommen derzeit vergleichsweise wenig Touristen. Eine Moschee aus Schnee und Eis könnte diesen Umstand ändern helfen, schließt Dan Björk nicht aus.

„Wir machen ja kein Häkchen hinter der Religion unserer Gäste, doch wenn wir uns die Anzahl der Gäste aus dem Nahen Osten und anderer muslimischer Länder ansehen, könnten es schon mehr werden. Wenn die Eismoschee dazu beiträgt, wäre das doch sehr schön."

Die Moschee sei einfach ein weiterer Kirchenraum, meint Dan Björk und betont, wie wichtig den Eishotel-Betreibern die Religionsfreiheit sei. Was genau in der Moschee stattfinden soll, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar. Fest steht dagegen, dass das Eishotel die Regeln vorgibt.

Umstrittener Imam mischt im Hintergrund mit?

Die Idee zur Eismoschee war in verschiedenen Medien zunächst dem Imam Mahmoud Aldebe zugeschrieben worden. Aldebe ist eine überaus kontroverse Person in der schwedischen Öffentlichkeit. Für besonderes Aufsehen hatte sein Brief an sämtliche Reichstagsparteien vor der Parlamentswahl 2006 gesorgt, in dem er die Einführung der Scharia-Gesetze in Schweden gefordert hatte. Auch solle jede schwedische Stadt eine Moschee haben, so ein weiterer Appell Aldebes.

Der Zeitung Norrländska Socialdemokraten sagte der Imam, eine Moschee in Eis und Schnee könne einen bedeutsamen Effekt auf den Islam in Schweden haben. So werden in der Eiskirche jährlich rund 150 Paare getraut - dies sei auch für die Eismoschee erstrebenswert, so Aldebe gegenüber dem Blatt. Eine weitere Idee könne sein, einen Imam im Eishotel einzuquartieren, um die Touristen vor Ort über den Islam zu informieren.

Angesprochen auf eine mögliche Zusammenarbeit mit Aldebe, bestreitet Dan Björk jeden Direktkontakt mit dem umstrittenen Imam: „Unsere Kontaktperson heißt P O Strömberg, und mit ihm führen wir sämtliche Diskussionen. Ich gehe aber schon davon aus, dass Strömberg seinerseits in Verbindung mit anderen Personen steht, und besagte kann durchaus eine von ihnen sein."

Auch wenn sich Dan Björk noch nicht zu Details über die Nutzung der Moschee äußern kann, unterstreicht er dennoch:

„Wir haben gewisse Grundwerte, aber ich sehe keinen Konflikt zwischen diesen Werten und der Entscheidung, eine Moschee zu errichten - zumindest bisher nicht. Das Eishotel steht allen offen."

Liv Heidbüchel

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