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Gadaffis Tod

„Ein enormer Sieg"

Publicerat torsdag 20 oktober 2011 kl 15.15
„Ein neues Nordafrika entsteht"
(2:05 min)
Freude in Libyens Hauptstadt Tripolis nach der Todesnachricht - Erleichterung herrscht auch in Schweden (Foto: Mahmud Turkia/Scanpix)

Die Nachricht vom Tod des früheren libyschen Diktators Muammar-al-Gadaffi hat auch in Schweden für Erleichterung gesorgt. Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt sprach von einem „weltgeschichtlichen Ereignis". 


„Vor kurzem noch stand Gadaffi mit einer überlegenen Militärmacht bereit, ein Massaker an der Bevölkerung von Bengasi zu begehen. Nun ist er fort, seine Macht ist gebrochen", sagte Reinfeldt in einem Kommentar. Die Ereignisse dieses Tages seien ein Sieg für das libysche Volk sowie für all jene, die Vertrauen in eine aktive Weltöffentlichkeit gesetzt hätten. Ausdrücklich lobte Reinfeldt den Einsatz schwedischer Soldaten in Libyen. Schweden hatte sich mit Kampfflugzeugen zur Überwachung des Flugverbots an der von der Nato geführten Militäraktion in Libyen beteiligt. Das neue Libyen werde humanitäre Unterstützung und Hilfe beim Aufbau einer demokratischen Gesellschaft benötigen, so der Regierungschef weiter. Aus dem arabischen Frühling werde „eine neue arabische Welt, ein neues Nordafrika" erwachsen.

Nach Angaben des Übergangsrats war der Ex-Diktator am Donnerstag getötet worden. Der sozialdemokratische schwedische Oppositionsführer Håkan Juholt kommentierte gegenüber der Nachrichtenagentur TT, er hoffe nun auf ein Ende der Kämpfe sowie darauf, dass die Bemühungen zur Schaffung eines freien und demokratischen Libyen ernsthaft voranschreiten könnten. Schwedens Regierung müsse sich nun noch stärker beim Wiederaufbau des Landes engagieren.

Auch in Schweden lebende Libyer reagierten auf die Nachricht vom Tod des früheren Gewaltherrschers befriedigt. „Wir sind sehr froh darüber, was in Libyen geschehen ist. Dies ist ein enormer Sieg - nun ist Libyen völlig frei von Gadaffis Herrschaft", sagte Shaban Elgale, Sprecher der libyschen Oppositionellen in Schweden, gegenüber TT. Nun könne in Libyen eine neue Regierung gebildet werden. Man dürfe mit mehr Sicherheit für die Bevölkerung und somit auch für die Ausübung politischer Aktivität rechnen.

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