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Finanzielle Luftschlösser

Wettbewerb der Stockholmer Superstadien

Publicerat tisdag 25 oktober 2011 kl 14.16
„Die Stadien werden sich gegenseitig kaputt machen!"
(3:50 min)
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Kostspieliges Bauprojekt: Nationalarena in Solna (Foto: Jonas Ekströmer/Scanpix)
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Das andere Milliardenprojekt: Skizze von Stockholmsarenan (Foto: White View)

Zwei neue Fußballstadien für insgesamt sechs Milliarden Kronen werden zurzeit in Stockholm gebaut. Die Investitionen dafür werden mehr und mehr in Frage gestellt, denn Experten rechnen zusätzlich mit Betriebskosten von mehreren hundert Millionen Kronen.

„Was Stockholm braucht, sind sieben bis acht Millionen Einwohner, die diese Sportanlagen besuchen“, sagt Dan Persson lakonisch im Schwedischen Fernsehen. Bisher hat der Großraum Stockholm gut zwei Millionen Einwohner.

Die neue Nationalarena in der Stockholmer Randgemeinde Solna soll drei Milliarden Kronen kosten, zu einem Drittel gehört sie dem schwedischen Fußballverband. Hier soll der Stockholmer Verein AIK spielen.

Gleichzeitig wird zu einem ähnlichen Preis die Stockholms Arena in der Nähe der Mehrzweckhalle Globen erstellt. Ihr Besitzer ist die Stadt Stockholm. Hier sollen die Stockholmer Fußballklubs Djurgården und Hammarby spielen.

40.000 Plätze

Beide Investitionen zusammen geben Stockholm im nächsten Jahr 40.000 Zuschauerplätze für Fußballfans mehr als bisher und katapultieren die schwedische Hauptstadt in dieser Hinsicht an die erste Stelle in ganz Skandinavien.

Fragt sich, welche Zuschauer auf allen diesen Plätzen sitzen sollen.

Denn zwei große Event-Arenen sind eine zu viel, sagt Dan Persson, Finanzexperte in Sachen Arenabau: „Zwei große Stadien können sich in Stockholm finanziell keinesfalls tragen“, so sein krasses Urteil.

Arenen sind gut für die, die sie besuchen. Aber sie müssen kommerziell betrieben werden.

Ninna Engberg ist Geschäftsführerin des Unternehmens Globe Arenas, das auch die kugelförmige Mehrzweckhalle gleich neben dem neuen Fußballstadion betreibt. Sie schätzt den Bedarf anders ein: „Stockholm wächst laut Prognose bis 2030 um ungefähr 300.000 Menschen. Hier wird für die Zukunft gebaut. Nicht für unsere Generation sondern für die nächste. Finanziell kann es zunächst schwierig werden, aber die Stockholmer brauchen zwei Arenen dieses Formats!“

Die Nationalarena in Solna ist zu einem großen Teil im Besitz der Gemeinde Solna. Kommunalpolitikerin Johanna Graf ist besorgt über die finanzielle Entwicklung. Die Miete, die der Fußballverein AIK bezahlen wird, deckt gerade mal drei Prozent der Kosten: „Es sieht so aus, als wollten die regierenden Kommunalpolitiker beider Orte sich selbst mit den Stadien Denkmäler setzen. Aus Steuergeldern! Arenen sind gut für die, die sie besuchen. Aber sie müssen kommerziell betrieben werden. Der Bau an sich ist schon eine Milliarde Kronen teurer als geplant und zusätzlich steigen die Kosten für den Betrieb. Die Kommune Solna ist als Miteigentümerin für das erwartete Finanzminus verantwortlich“, warnt die Oppositionspolitikerin.

Traumvorstellung

Ninna Engberg von Globe Arenas gibt zu, dass die beiden Riesenarenen in Wettbewerb zueinander treten müssen. „Kurzfristig können wir einander natürlich um bestimmte Veranstaltungen Konkurrenz machen. Wir müssen neue kreative Ideen entwickeln und auch neue Veranstaltungen nach Stockholm locken.“

Aber dass gelegentliche Konzerte und andere Sportveranstaltungen als Fußball ausreichen, hält Branchenexperte Dan Persson für Wunschdenken: „Aus Gründen, die niemand so richtig versteht, ist die Entscheidung gefallen, eine wunderbare Arena in Solna zu bauen, und außerdem eine wunderbare moderne Anlage beim Stockholmer Globen. Sie werden sich gegenseitig kaputt machen. Dass die Anlagen neue Veranstalter nach Stockholm locken, ist eine Traumvorstellung. Wenn das gelingen würde, kämen alle anderen Arenaverwalter der Welt nach Stockholm, um zu lernen, wie man das macht. Das ist nämlich nicht möglich.“

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