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Datenumlauf im Internet

Hacker-Angriff auf Aftonbladet und Expressen

Publicerat tisdag 25 oktober 2011 kl 15.43
Bei Expressen lacht man derzeit eher gepresst (Foto: Jessica Gow/Scanpix)

Hacker haben am Dienstag für Aufmerksamkeit in Schwedens Medienwelt gesorgt. Auf einem offenbar gehackten Account der Kommunikations-Plattform Twitter wurden persönliche Passworte mehrerer Journalisten veröffentlicht. Betroffen ist unter anderem das Boulevardblatt Expressen.

„Wenn sich jemand unberechtigt die Passworte für die Mail-Konten von Journalisten zuschanzt, ist das eine sehr ernste Sache", so Expressen-Chefredakteur Thomas Mattson. Auf diese Weise könne man an hoch sensible Informationen gelangen, wie beispielsweise Angaben zur Identität der journalistischen Quelle. Normalerweise sind Menschen, die sich gegenüber Medien äußern, durch das schwedische Grundgesetz besonders stark geschützt; ein Journalist darf seine Quelle nicht preisgeben. Der Datenklau belegt nun erneut eindrucksvoll, dass ein Medieninformant unter Umständen gleichwohl gefährlich lebt.

„Jimmie Åkesson ist schuld"

Bei der Attacke haben der oder die Täter nicht nur mit dem Diebstahl der Passwörter zugeschlagen. Besonders pikant: Die Informationen veröffentlichten sie auf einem Twitter-Konto unter dem Namen William Petzäll, seines Zeichens Ex-Mitglied der Schwedendemokraten (SD). Der virtuelle William Petzäll „verpetzt" seine ehemaligen Kameraden und erklärt, hinter dem Datenklau ständen SD-Parteichef Jimmie Åkesson und Generalsekretär Björn Söder. „Dass hier behauptet wird, eine gewisse politische Partei sei schuldig, macht die Sache besonders schwerwiegend", findet Expressen-Chefredakteur Mattson.

Anzeige erstattet

Recht offensichtlich scheint allerdings, dass weder Petzäll noch die Schwedendemokraten etwas mit der Sache zu tun haben. Nicht nur, dass die SD-Spitzen jegliche Schuld zurückweisen. William Petzäll befindet sich derzeit aufgrund seiner Suchterkrankung in einem Behandlungsheim, wo er laut seiner Anwältin keine Möglichkeit zum Twittern hat. Wer auch immer sich hinter der Attacke verbirgt - laut Mattson scheinen die Angaben zu den Passworten zu stimmen. Das gilt auch für Mail-Passworte von Journalisten bei Aftonbladet, die ebenfalls Opfer der Attacke geworden sind. Obgleich es sich hier um ältere, inzwischen nicht mehr verwendete Passworte handelt, hat der Vorfall auch bei Aftonbladet Unruhe ausgelöst. Expressen hat gegen den oder die Täter Anzeige erstattet, bestätigt Chefredakteur Thomas Mattson.

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