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Historische Wendung

Saab wird chinesisch

Uppdaterat fredag 28 oktober 2011 kl 11.45
Publicerat fredag 28 oktober 2011 kl 10.07
Saab rollt chinesischer Zukunft entgegen
(2:35 min)
Zumindest laut Konzernchef Muller blickt Saab nun einer lichten Zukunft entgegen

Nach Volvo steht nun auch Saab eine chinesische Übernahme ins Haus. Wie das westschwedische Unternehmen am Freitagmorgen bekannt gab, werden die chinesischen Unternehmen Pang Da und Youngman sämtliche Saab-Aktien erwerben. Der Umfang des Geschäfts beläuft sich demnach auf umgerechnet 110 Millionen Euro. Damit zeichnet sich ein Ende der Dauerkrise beim Autohersteller in Trollhättan ab. Noch-Chef Victor Muller erklärte gegenüber Medien, er sei glücklich über die chinesische Übernahme. Die Zukunft des Traditionsunternehmens sei gesichert.

Wie immer ohne Angst vor zu großen Worten begeisterte sich Saab-Chef Victor Muller beim Telefonat mit dem Schwedischen Rundfunk über seinen letzten Streich: „Es ist fantastisch, die Zukunft des Unternehmens ist gesichert. Ich bin überaus erleichtert, dass die lange Zeit der Unsicherheit nun zu Ende ist. Wir können unsere Schulden bezahlen, die Produktion anschieben, neue Modelle auf den Markt bringen und nach China expandieren.“ 

Auf die Frage, wie er dazu stehe, künftig nicht mehr Vorstandsvorsitzender bei Saab zu sein, antwortete Muller: „Ich habe nie Chef bei Saab sein wollen, das war von Anfang an nur befristet. Die Übernahme nun ebnet den Weg für einen neuen Vorstandsvorsitzenden, nach dem wir lange gesucht haben.“

Mehr Geld aus China

Die chinesischen Unternehmen Pang Da und Youngman haben zunächst eine Absichtserklärung zum Kauf sämtlicher Saab-Aktien unterzeichnet, die bis zum 15. November Gültigkeit hat. Das geht aus dem Schreiben von Konkursverwalter Guy Lofalk an das Amtsgericht Vänersborg hervor. Demnach haben sich die Chinesen auch bereit erklärt, die nötigen Gelder zuzuschießen, damit das Gläubigerschutzverfahren sowie ein Finanzierungsplan für das Unternehmen gesichert seien. 

Auch aus dem Schreiben Lofalks an das Amtsgericht spricht eine gewisse Erleichterung über die chinesische Übernahme: „Unter Berücksichtigung der großen Anzahl Arbeitsplätze und deren Bedeutung für die Region sowie der großen Wertezerstörung als Folge einer Insolvenz meine ich, dass die neuen Voraussetzungen gründlich geprüft werden müssen, bevor eine Entscheidung über den Abbruch des Verfahrens fallen kann.“ 

Erst vor wenigen Tagen hatte Lofalk damit gedroht, das Verfahren zu beenden. 

Insbesondere jedoch den Gewerkschaften ist ob der Absichtserklärung ein Stein vom Herzen gefallen. Seit April stehen die Bänder bei Saab still, die Auszahlung der Löhne und Gehälter hat sich in den vergangenen Monaten stets als Zitterpartie erwiesen.

„Produktion bleibt in Trollhättan" 

Der Nachrichtenagentur TT sagte der Vorsitzende der Metall-Gewerkschaft, Stefan Löfvén, die angestrebte Lösung sei nicht nur wichtig für Saab, sondern für ganz Schweden. Der Automarkt sei unerbittlich, und die Kompetenz bei Saab würde der übrigen schwedischen Industrie eine Reihe von Vorteilen verschaffen. Löfvén glaubt wie viele andere Betroffene daran, dass der Standort Trollhättan auch künftig erhalten bleibt und Saab damit einer ähnlich sicheren Zukunft entgegenrolle wie Volvo unter der Führung der chinesischen Geely. Saab-Chef Muller nährte diese Hoffnungen am Freitagmorgen: „Selbstverständlich bleibt die Produktion in Schweden.“

Liv Heidbüchel

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