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Einführung von Strom-Sektoren

Teurer Strom für Kunden im Süden

Publicerat tisdag 1 november 2011 kl 12.54
„Auf Kosten der Verbaucher in Dänemark"
(2:56 min)
Lars Lagerkvist überblickt das Öresundskraftwerk

Seit dem heutigen Dienstag wird Schweden in vier so genannte Strom-Sektoren eingeteilt, in denen Versorgung und Strompreise getrennt geregelt werden sollen. Damit einher gehen auch der Bau neuer Leitungen und größere Kapazitäten der Kraftwerke, vor allem im Süden. Stromknappheit in den südlichen Regionen wie Skåne und Blekinge macht diese Maßnahmen notwendig.

Sektoren 1 und 2 teilen von heute an Nordschweden, Sektor 3 schließt Mittelschweden und Gotland ein und Sektor 4 Südschweden. Hinter den vier neuen Strom-Sektoren steckt ein Beschluss der EU-Kommission. Dieser geht wiederum auf eine Klage der dänischen Branchenorganisation Dansk Energi gegen den Schwedischen Stromnetzbetreiber Svensk Kraftnät zurück. Das Nachbarland importiert vor allem im Winter Strom aus Südschweden.

 „Wenn der Bedarf am höchsten ist, produzieren die Windkraftanlagen am wenigsten.“

„Weht der Wind in Dänemark, dann wird dort viel Strom produziert“, erklärt Lars Lagerkvist, Vertriebschef von Eon gegenüber dem Schwedischen Rundfunk. „Wenn es aber kalt ist, weht oft weniger Wind. Wenn also der Bedarf am höchsten ist, produzieren die Windkraftanlagen am wenigsten.“

Dann sind die Dänen auf Elektrizität aus Südschweden angewiesen. Doch auch dort ist der Strom knapp, vor allem, seit 2005 auch der zweite Reaktor des Atomkraftwerks Barsebäck abgeschaltet wurde. Es gibt zu wenige Kraftwerke, und Leitungen aus Nordschweden, wo es Strom aus Wasserkraft im Überfluss gibt, sind begrenzt.

Wenn es in Südschweden knapp wurde, hatte man bisher den Stromexport heruntergefahren. Nach dem EU-Beschluss geht das aber nun nicht mehr. In einem europäischen Markt muss es mehr Sicherheit auch für Kunden in anderen Ländern geben, so die EU Kommission.

„Wir waren unzufrieden damit, dass die Schwedischen Stromkunden bevorzugt wurden – auf Kosten von Verbrauchern in Nachbarländern wie etwa Dänemark. Daher haben wir geklagt“, begründet Charlotte Søndergren von Dansk Energi den Schritt.

Das schwedische Stromnetz soll laut dem Betreiber in den kommenden Jahren kräftig ausgebaut werden. Dafür veranschlagt Svensk Kraftnät rund 4,4 Mrd. Euro (40 Mrd. SEK) für die kommenden 10-15 Jahre. Vor allem der so genannte SydVästLänken, die Anbindung Mittelschwedens an Südschweden und Norwegen, steht im Fokus.

Stromkunden im Süden zahlen

Die Einteilung der Strom-Sektoren knüpft an die derzeitige Versorgungssituation an. Da diese im Süden am schlechtesten ist, müssen die Stromkunden hier einen großen Teil der Kosten tragen: für den Ausbau der Infrastruktur ebenso, wie für die Erhöhung der Kapazitäten in den vorhandenen Kraftwerken. Zum Beispiel im Öresundwerk von Eon, worüber sich Vertriebschef Lars Lagerkvist freut. Hier werden Strom für Skåne und Fernwärme für Malmö produziert.

„Die Voraussetzungen für einen erhöhten Betrieb in dieser Anlage sind jetzt besser, vor allem durch eine Preiserhöhung in Stromsektor 4.“

Pro Kilowattstunde liegt der Strompreis im Süden schon jetzt etwa einen Cent über dem in Mittelschweden. Je nach Verbrauch kann das am Ende des Jahres einige hundert Euro ausmachen. Diese starken Preisunterschiede steuern jetzt die Entwicklung, sollen nach dem Ausbau des Netzes aber nach und nach wieder verschwinden, verspricht die Branchenorganisation Svensk Energi.

Sven Börjesson/Bettina Rehmann

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