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Fußballerbuch

Zlatan rechnet mit Barcelona ab

Publicerat fredag 4 november 2011 kl 11.26
„Messi und Co sind kleine Schuljungen"
(2:37 min)
Kaum Freunde fürs Leben: Pep Guariola und Zlatan Ibrahimovic (Foto: Scanpix)

Schwedens Fußballikone Zlatan Ibrahimovic hat ausgeteilt. Wie so häufig, wenn dies ein Fußballspieler nicht auf dem Platz tut, dann in Buchform. So hat der Vorabdruck seiner Biographie im Boulevardblatt Aftonbladet vor allem in Spanien für Furore gesorgt, weil Zlatan es gewagt hat, am Nationalheiligtum FC Barcelona in zu rütteln.

Er war im Tausch gegen Eto’o von Inter Mailand nach Barcelona gekommen. Sein Traum: endlich die Champions League zu gewinnen. Das sollte mit der Übermannschaft aus Katalonien drin sein, hatte sich Zlatan wohl vor dem Wechsel gedacht. Doch die Erwartungen waren riesengroß. Der Einsatz bei „Barca“ wurde zum Albtraum für den schwedischen Superstar.

In seinem Buch wird beschrieben, wie er in dem mit Stars gespickten Team gemobbt und ausgeschlossen wurde. Vor allem an Trainer Pep Guardiola lässt Zlatan kein gutes Haar. Der Katalane sei das völlige Gegenteil im Vergleich zu Ibrahimovic' Vorgängertrainer José Mourinho, so das Urteil des Schweden. Das ist in Barcelona eine Todsünde. Die Aufregung über Zlatans Buch in Spanien groß, wie Sportjournalistin Johanna Frändén weiß: „Verglichen mit seinem früheren Trainer Mourinho schmeichelt er Guardiola kaum. In Barcelona ist es tabu, Mourinho zu mögen. Das ist der Erzfeind. Dann hat er Iniesta, Messi und Xavi ‚kleine Schuljungen’ genannt. Der Verein ist sonst so prächtig und stolz. An diesem Bild hat Zlatan jetzt gekratzt.“

Fremdkörper in Barecelona

Zlatan kam mit der Vereinskultur in Barcelona einfach nicht zurecht, wo die Superstars blind ihren Übungsleitern folgen, alle Spieler auch in der Freizeit Trainingsanzüge tragen und niemand mit einem teuren Sportwagen zum Training kommt. Am schlimmsten sei jedoch für ihn gewesen, dass er das Vertrauen des Trainers verloren hat, so Zlatan laut Aftonbladet in seinem Buch. Pep Guardiola habe ihm die kalte Schulter gezeigt und ihn zum Schluss völlig ignoriert. Das habe ihm alle Lust am Fußballspielen genommen, so der 30-Jährige in seinem Werk. Zeitweise habe er überlegt, die Fußballschuhe ganz an den Nagel zu hängen. Doch Fußball ist schließlich auch Geschäft, und so konnte Zlatan zum AC Mailand wechseln.

Von Pep Guardiola blieben nur die schlechten Erinnerungen. „Wenn Mourinho einen Raum erleuchtet, lässt Guardiola nur die Jalousien herunter“, so Zlatan in seinem Buch. Bei seinen ehemaligen Mannschaftskameraden erntet „Ibra“ dagegen nur Unverständnis. Ironie des Schicksals übrigens, dass der Gewinner der Champions League im Jahr nach Zlatans Wechsel von Inter zu Barcelona ausgerechnet Inter hieß. Im Jahr darauf hat schließlich Barca die europäische Fußballkrone errungen, doch da war Zlatan Ibrahimovic schon wieder in Mailand – diesmal bei den „Rossoneri“ vom AC. 

Dieter Weiand

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