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Erdbeeren im November

Warmer Herbst – Warmer Winter? Zugvögel bleiben in Schweden

Publicerat fredag 4 november 2011 kl 14.20
"Die wollen sich nicht anstrengen"
(2:51 min)
Keine Lust auf weite Reisen (Foto: Håkon Mosvold Larsen / Scanpix)

Warme Südwinde lassen die Natur in Schweden verrückt spielen. So wird in Nordschweden von Erdbeeren berichtet, die in Blumenbeeten zaghaft wachsen oder gar von Walderdbeeren. Im Süden weigern sich Graugänse die Strapazen einer Flugreise gen Süden auf sich zu nehmen und gehen dabei ein tödliches Risiko ein.

Wer zurzeit in der schwedischen Natur unterwegs ist, traut seinen Ohren nicht. Denn häufig klingt es nach einem reichen Vogelleben, wie man es im Frühjahr oder Spätsommer erlebt. Schuld daran ist das milde Herbstwetter.

So notierte Hudiksvall im südlichen Nordschweden Anfang November 16 Grad Celsius – Rekord. Schuld daran ist ein Hochdruckgebiet über dem Baltikum, das warme Luft nach Schweden führt. Die Tage sind zwar meist grau und dunkel, die Temperaturen liegen jedoch weit über dem normalen Durchschnitt. Vor allem wenn man an die letzten beiden Winter zurückdenkt, als Anfang November weite Teile Schwedens bereits unter einer dicken Schneedecke lagen.

Vielleicht kommt ja der Winter in diesem Jahr überhaupt nicht. Dies scheinen sich auch viele Graugänse auf dem See Frysingen nördlich von Stockholm zu denken. Normalerweise sind diese schon längst auf dem Weg nach Süden, wie Lars-Åke Janzon vom naturhistorischen Museum weiß.

Spiel auf Leben und Tod

„Die wollen sich nicht anstrengen. Also warum sollten sie losziehen“, meint Janzon. Die Vögel hoffen auf einen milden Winter, um dann im Frühling, wenn es um die besten Brutplätze geht, direkt vor Ort zu sein. Doch ein plötzlicher Wintereinbruch kann dann tödlich sein, wie Janzon anmerkt: „Das ist ein Spiel auf Leben und Tod. Sie ergreifen die Chance. Es sind die Opportunisten, die hier geblieben sind.“

Olle Mauritzon beobachtet seit den 1960er Jahren die Vögel auf dem Frysingen. Dass in diesem Jahr immer noch so viele Graugänse geblieben sind, ist für ihn einzigartig: „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass sie so spät noch da sind. Normalerweise ziehen sie im September ab“, stellt Mauritzon fest. Das Reiseverhalten der Zugvögel hat sich jedoch generell geändert. Dies zeigen die Untersuchungen an mit Ringen markierten Vögeln, wie Lars-Åke Janzon erklärt:  „Vor 50 Jahren sind sie nach Südeuropa gezogen. Vor 30 Jahren nur noch bis Holland. Und jetzt vielleicht nur noch bis Südschweden, Dänemark und Norddeutschland. Das muss mit dem Klimawechsel zusammenhängen.“

Wenn sich die Vögel also nicht irren, steht Schweden nach zwei sehr strengen und schneereichen Wintern ein milder bevor.

Dieter Weiand

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