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Unsicherer Arbeitsmarkt für Einwanderer

Publicerat fredag 11 november 2011 kl 14.17
Bei Kurzzeitbeschäftigung überrepräsentiert
(2:48 min)
Kein Bedarf an Arbeitskräften?

Der Arbeitsmarkt in Schweden ist zweigeteilt. Auf der einen Seite gelten strikte Regeln für Festangestellte, auf der anderen werden die Verhältnisse für befristet Beschäftigte immer unsicherer. Diese Entwicklung bekommen vor allem Einwanderer zu spüren.

„Man sieht, dass Einwanderer bei den Kurzzeitbeschäftigten überrepräsentiert sind, auch wenn wir Faktoren wie Branche, Ausbildung und Alter berücksichtigen. Das Risiko, nur eine begrenzte Zeit angestellt zu werden, ist bei Einwanderern größer als bei denjenigen, die hier geboren wurden.“

Per Skedinger, Volkswirt am Stockholmer Institut für Wirtschaftsforschung, hat gemeinsam mit seinem Kollegen Magnus Carlsson von der Linnéuniversität in Kalmar Anfang der Woche einen Bericht zu dem Thema vorgestellt. Laut Skedinger wirken sich vor allem die schwedischen Arbeitsmarktregelungen auf die Situation von Einwanderern aus.

„Schweden hat etwa sehr hohe Mindestlöhne im Vergleich zu anderen Ländern. Das bedeutet, dass die Schwelle besonders hoch ist, in den Arbeitsmarkt zu gelangen. Schauen wir uns die mit Gewerkschaften vereinbarten Mindestlöhne an, liegen diese bei etwa 60-70 Prozent des Durchschnittseinkommens.“

Schwedische Arbeitgeber zögerlich

In den USA beispielsweise sei es nicht ungewöhnlich, dass Mindestlöhne nur halb so hoch seien, so Skedinger. Schwedische Arbeitgeber seien also eher zurückhaltend. Zu Hürden wie dieser kommt jedoch auch das offensichtliche Problem der ethnischen Diskriminierung, die es Zugewanderten schwer macht, sich am Arbeitsmarkt zu etablieren. Magnus Carlsson sieht allerdings auch Wege aus dem Dilemma und schildert positive Beispiele.

„In hochqualifizierten Berufsgruppen kommt Diskriminierung weniger vor, besonders in der IT-Branche. Es gibt auch positive Beispiele. Bei weiblichen Personalverantwortlichen werdem eher Personen mit Migrationshintergrund angestellt, das gleiche gilt für Personalvermittlungen.“

Diskriminierung seltener bei Hochqualifizierten

Carlsson erklärt die Tatsache, dass es bei Hochqualifizierten seltener zu Diskriminierungen kommt, mit deren ausführlicheren Bewerbungen. „Es ist durchaus möglich, dass die vielen Informationen beim Arbeitgeber Unsicherheiten aus dem Weg räumen, die es vielleicht bei Berufen gibt, wo Bewerbungen üblicherweise kürzer gefasst werden.“

Irene Wennemo, ehemalige Abteilungsleiterin der Arbeitnehmerorganisation LO glaubt nach Durchsicht der Studie von Skedinger und Carlsson, es sei wichtig, Mindestlöhne zu diskutieren.

„Es ist nicht ausgeschlossen, dass es hier Probleme gibt, und dass eine veränderte Struktur was die Eingangslöhne betrifft, positive Effekte haben könnte. Aber mir fehlt eine Diskussion über die hohen Anforderungen, die auf dem schwedischen Arbeitsmarkt an Bewerber gestellt werden.“

Wennemo glaubt, vor allem zugewanderte Bewerber müssten hohen Ansprüchen gerecht werden. Nicht nur im akademischen Bereich würden sprachliche Fähigkeiten und Kenntnisse ungeschriebener Regeln am Arbeitsplatz vorausgesetzt.

Olgica Lindquist / Bettina Rehmann

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