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Garten-Trends

Hobbygärtner setzen verstärkt auf Selbstversorgung

Publicerat fredag 13 april 2012 kl 14.03
Grüner Daumen gibt 30.000 Tonnen Essbares
(3:08 min)
Mehrzahl der Bevölkerung ist mit grünem Daumen ausgestattet

Mit der Gartenmesse in Stockholm ist in Schweden die Saat- und Gartensaison eingeläutet worden. Immerhin zwei von drei Schweden sind begeisterte Hobbygärtner, und bei Obst und Gemüse geht der Trend immer mehr zur Selbstversorgung.

„Nordiska Trädgårdar“ (Nordische Gärten) heißt die führende Gartenmesse Skandinaviens, die an vier Tagen rund 60.000 Besucher locken dürfte. Wer glaubt, dass sich in nordischen Beeten nicht viel tut, hat weit gefehlt. Der durch Mode und Möbeldesign berühmte schwedische Funktionalismus macht sich auch in den hiesigen Blumen- und Gemüsebeeten breit, erklärt Anders Kjellson, Landschaftsplaner mit eigener Gärtnerei, gegenüber Radio Schweden. 

„Der heißeste Trend der Gartenbranche ist das Essbare, und zwar in ganz verschiedener Hinsicht. Diese Entwicklung lässt sich bereits seit einigen Jahren beobachten, aber nun etabliert sich dieser Trend, und die Menschen trauen sich mehr. Die Selbstversorgung ist für viele interessant, was inzwischen auch auf Büsche und Bäume übergesprungen ist. Dabei lassen sich schöne Blüten, Beeren und eben auch das Essbare kombinieren.“ 

Gartenfanatismus gedeiht in kurzer Saison 

Trotz der kurzen Gartensaison ist Schweden ein ausgesprochenes Hobbygartenland, das sich mit 2,6 Millionen Gärten brüsten kann. Dem Schwedischen Gartenbauverein Svensk Trädgård zufolge gärtnern zwei Drittel der Bevölkerung. Überrascht hat diese Menge nicht zuletzt Lise-Lotte Björkman, Ratgeberin beim Verein, die die Zahlen zusammengestellt hat. 

„Was wir aus unseren Gärten konsumieren, beläuft sich jährlich auf 30.000 Tonnen. Das sind enorme Mengen. Würden wir das bestehende Gartenland maximal und effektiver als heute nutzen, könnten es sogar 70.000 Tonnen sein. Das ist gleichermaßen herzerwärmend und erstaunlich.“ 

Das gesamte Gartenareal des Landes beläuft sich auf schätzungsweise 320.000 Hektar. Neben Blumen ziehen die Schweden dort vor allem Kräuter, Rhabarber  und Beeren. Doch es muss nicht immer das klassische Beet am Haus auf dem Lande sein, betont Gartenexperte Anders Kjellson. 

„Eine ganz neue Generation der 1970er und 1980er Jahrgänge hat nun mit dem Gartenbau begonnen. Diese Generation pflanzt ganz hemmungslos in Parks oder an Spielplätzen, und nimmt auf diese Weise Boden in Anspruch, dessen Erträge mit anderen geteilt werden.“ 

Lange Projekte bevorzugt 

Auch das Gärtnern gänzlich ohne Erde, das sich besonders für die Großstädter eignet, hat in Schweden schon Anhänger gefunden. „Techno-Gardening“ heißt dieser Trend aus den USA, bei dem man auf eine Nährlösung zurückgreift und seine Kräuter und Salate an der Küchenwand zieht. Vor allem die Wirtschaftlichkeit des Hobbygärtnerns scheint viele Schweden im Zuge der Niedrigkonjunktur anzusprechen, mutmaßt Kjellson. Und vorausschauendes Denken ist gefragt. 

„Wir wollen etwas, das Bestand hat. Wir pflanzen mehr Bäume an, um die wir uns anschließend kümmern wollen. Die Menschen suchen nach der Sicherheit, die so ein Projekt über sieben, acht Jahre hinweg für sie bedeutet. Der Prozess ist das Wichtige, und das Genießen.“

Liv Heidbüchel/ Olgica Lindquist

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