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Arbeitskrafteinwanderung nimmt zu

Computerexperten aus Asien fühlen sich in Schweden wohl

Publicerat måndag 16 april 2012 kl 11.07
Langfristige Beziehung mit Schweden
(3:50 min)
Muhammad Ali (links) und Kulvinder Singh sind begehrte Computerspezialisten (Foto: SVT)

Der Zuzug von Arbeitskräften aus Ländern außerhalb der EU ist in Schweden zu Beginn dieses Jahres markant gestiegen. Branchenexperten machen die großzügige Regelung für den Erhalt einer Arbeitserlaubnis dafür verantwortlich. Vor allem Computerspezialisten aus Asien hat es nach Schweden gezogen. Eine Entwicklung die auch der Wirtschaft hierzulande zu Gute kommt.

Rund 3.200 Arbeitskräfte aus Ländern außerhalb der EU haben im 1. Quartal dieses Jahres eine Arbeitserlaubnis erhalten. Das sind laut der Statistik der Einwanderungsbehörde 18 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bei IT-Spezialisten beträgt der Anstieg gar die Hälfte. Kulvinder Singh ist einer von ihnen. Er hat beim Stockholmer Unternehmen Tacton Systems eine Anstellung gefunden und ist von der schwedischen Gesellschaft fasziniert, wie er dem Schwedischen Fernsehen erzählt:

„Ich habe schon bevor ich hier her gekommen bin, viel über die offene Gesellschaft und die Arbeitskultur hier gelesen. Es hat mich schon beeindruckt, wie Angelegenheiten hier geregelt werden.“

Vier von zehn Angestellten des Unternehmens kommen aus Nicht-EU-Ländern. Chef Christer Wallberg hatte händeringend nach Experten gesucht und ist unter anderem in Indien und Pakistan fündig geworden. Die Spezialisten seien von hohem Nutzen, nicht nur für das Unternehmen, so Wallberg: „Das ist sehr gut für Schweden und kann auch die Einstellung ändern. Heutzutage hat ja das Wort Einwanderer noch einen negativen Beigeschmack.“

Schweden hat 2008 seine Regeln für den Zuzug von Arbeitskräften gelockert und gehört  zu den großzügigsten Ländern innerhalb der Wirtschaftsorganisation der größten Industrienationen OECD. So können die Unternehmen selbst den Bedarf an ausländischen Fachkräften festlegen. Der bürokratische Aufwand durch Genehmigungen von Behörden ist begrenzt. Das begrüßt auch Muhammad Ali, der bei Tacton als Entwickler arbeitet.

„Das kommt Leuten wie uns zugute. Wir sind Teil der normalen Gesellschaft. Und wir können hier unsere Arbeit machen,“ sagt Ali. Mittlerweile machen Computerspezialisten rund ein Viertel der eingewanderten Arbeitskräfte aus. Schweden scheint gelungen, was bei anderen Ländern nicht geklappt hat. Kulvinder Singh fühlt sich bereits als Teil der Gesellschaft.

„Ich finde es sehr gut, wenn viele Leute aus anderen Ländern und Kulturen hierkommen um zu arbeiten und so zur Wirtschaft als auch zur Gesellschaft beitragen“, meint der Inder. Der Zuzug wurde aber auch kritisiert, weil Gewerkschaften und auch Sozialdemokraten befürchten, dass schwedischen Arbeitskräften Jobs weggenommen würden. Ein Argument, das Christer Wallberg für seine Branche nicht gelten lassen will. Eher das Gegenteil sei der Fall: „Ich würde sagen, wenn man einen richtig guten IT-Experten hereinbekommt, schafft das zwei, drei weitere Jobs in Schweden. Sie schaffen also eher Arbeitsplätze als dass sie Jobs wegnehmen.“

Die Gewerkschaften sehen das etwas differenzierter und weisen auf die Gefahr des Lohndumpings hin. Auch hätten verschiedene Fälle belegt, dass manche Unternehmen die Regelung schamlos ausnutzen und Arbeitsplätze im Ausland regelrecht versteigern.

Die Computerexperten Kulvinder Singh und Muhammad Ali sind dagegen positive Beispiele. Sie verdienen gleich viel wie eine schwedische Fachkraft und fühlen sich angekommen. Singhs Frau ist mit nach Schweden gekommen und hat Arbeit gefunden. Und auch Ali fühlt sich in Europas hohem Norden wohl.

„Schweden ist jetzt mein Zuhause. Das ist eine langfristige Beziehung.“

Ulf Hambraeus (SVT) / Dieter Weiand

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