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Lebensmittelpreise und Second Hand

Der Schwede will’s billig – Vintage im Trend

Publicerat tisdag 17 april 2012 kl 10.41
Geldbeutel und Gewissen
(3:50 min)
Wo ist es am günstigsten?

Immer mehr Schweden sehen beim Einkauf von Lebensmitteln auf den Preis. Dies geht aus einer jetzt vorgestellten Studie des Lebensmittelhandels hervor. Die stark konzentrierte Branche glaubt jedoch, dass die Preise bald anziehen werden. Gleichzeitig macht sich ein anderer Trend bei den Verbrauchern bemerkbar. Immer mehr greifen bei Kleidern und Konsumgütern zu Second Hand und Vintage.

Der Lebensmitteleinzelhandel in Schweden wird von einer Hand voll Akteuren dominiert, herausgefordert seit einigen Jahren von einzelnen Billigketten wie Lidl oder Netto. Dies hat anscheinend dazu geführt, dass der Konsument etwas genauer auf den Preis achtet als zuvor. Laut der jüngsten Untersuchung des Lebensmitteleinzelhandels an 1000 Personen, wählen 36 Prozent immer das billigste Angebot. Vor sechs Jahren waren es lediglich 30 Prozent gewesen. Carl Eckerdal ist Chefökonom beim Branchenverband und bestätigt den Trend:

„Mehr Verbraucher lassen den Preis entscheiden, was im Einkaufswagen landet. Es ist wohl ein übergreifender Trend im gesamten Einzelhandel, dass der Fokus immer mehr auf niedrigen Preisen liegt. Artikel dürfen nicht viel kosten, um das Interesse der Kunden zu wecken. Das ist ein weltweiter Trend. Deshalb haben die Akteure viel Energie darauf verwendet, um über den Preis konkurrieren zu können.“

Der Durchschnittsschwede gibt rund 13 Prozent seines Einkommens für den Kauf von Lebensmitteln aus. Ein relativ niedriger Anteil. Wenn man Carl Eckerdahl glauben darf, müssen sich die Konsumenten hierzulande langfristig auf steigende Lebensmittelpreise einstellen: „Während Essen nie zuvor weniger gekostet hat und wir nie zuvor weniger unserer Einkünfte für Essen ausgegeben haben, ist unser Interesse für Billigwaren nie größer gewesen. Das ist schon paradox. Die Entwicklung der Lebensmittelpreise wird in der Zukunft zu einer großen Herausforderung. Denn der wachsende Wohlstand in den Entwicklungsländern führt zu einer erhöhten Nachfrage nach Lebensmitteln. In 10 bis 20 Jahren werden wir uns an diese Zeit erinnern, als Lebensmittel sehr billig waren. Wir werden uns an den Gedanken gewöhnen müssen, dass Essen mehr kosten wird.“  

Second Hand immer beliebter

Gleichzeitig macht sich in Schweden ein anderer Trend bemerkbar. Immer mehr kaufen im Second-Hand-Laden ein und das nicht nur aus Preisbewusstsein. So kann sich „Myrorna“ zu Deutsch die Ameisen als Second-Hand-Ladenkette der schwedischen Heilsarmee über eine stetig wachsende Nachfrage freuen. In den 33 Läden wurde im vergangenen Jahr der Überschuss um zehn Prozent gesteigert. Karin Nielsen ist Chefin des Göteborger Ladens und bestätigt den lang anhaltenden Trend: „Ich bin jetzt 7 Jahre dabei und jedes Jahr läuft es besser. Ich glaube das kommt durch das gesteigerte Bewusstsein der Kunden für Umwelt und soziale Gerechtigkeit. Außerdem liegt Second Hand und Vintage im Trend.“

Das gilt auch für „Erikshjälpen“. Die 52 Läden der Wohltätigkeitsorganisation konnten ihren Überschuss im vergangenen Jahr um 11 Prozent steigern. Jetzt wird die Eröffnung neuer Läden geplant, wie Projektleiterin Lena Hansson bestätigt: „Wir haben die Waren, wir haben die Spender und wir haben einen Überschuss, den wir an Bedürftige weitergeben“, so Hansson. Im Gegensatz zur Lebensmittelbranche ist das Second-Hand-Geschäft weniger abhängig von der Konjunktur, wie Karin Nielsen bestätigt:

„Das beeinflusst uns kaum ob die Wirtschaft gut läuft oder schlecht. Bei uns läuft es jedes Jahr besser, egal was kommt“, so Nielsen. Die Lebensmittelbranche muss sich dagegen Gedanken machen, wie sie bei steigenden Preisen und höherem Preisbewusstsein der Kunden trotzdem noch Gewinne erwirtschaften kann.

Malin Olofsson / Lasse Nilsson / Dieter Weiand

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