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Frühe Karrierewahl

Zigaretten oder Prügel: Kriminelle Methoden schon in der Schule

Publicerat tisdag 17 april 2012 kl 12.28
„Geld her oder es gibt Ärger!"
(2:44 min)
Brå schlägt Alarm

Erpressung unter Schülern nimmt immer mehr zu. Wie Zahlen des Beirats für Verbrechensvorbeugung (Brå) belegen, werden heute viermal so häufig Fälle von Erpressung angezeigt wie noch vor zehn Jahren. Diese Entwicklung hat demzufolge auch auf Schulen übergegriffen, was diese vor völlig neue Herausforderungen stellt.

Die Erpresser machen es sich leicht: Sie beschuldigen ihre Opfer, Fehltritte begangen zu haben. Das kann ein vermeintlich schiefer Blick sein oder dass jemand nicht von seinen Süßigkeiten abgegeben hat. Eine derart aufgebauschte Bagatelle hat dann schlimme Folgen, erinnert sich Elisabeth Samuelsson, Englisch- und Sportlehrerin an Eriksberg-Schule in Uppsala.

„Wir wissen von einem Fall, da bekam der Betroffene Schläge, weil er die Befehle nicht befolgt hat. Das konnte so etwas sein, wie zum folgenden Tag 400 Zigaretten aufzutreiben. Wenn man kein Geld hatte, musste man das eben klauen. Das war sehr ernst. Ein Junge wechselte schließlich die Schule, um dem Ganzen zu entkommen."

Früh übt sich

Erpressung diesen Ausmaßes ist ein relativ neues Phänomen. Dem Beirat für Kriminalitätsvorbeugung zufolge soll es diese Form der Bedrohung vor zehn Jahren noch nicht an schwedischen Schulen gegeben haben. Johanna Skinnari, Gutachterin beim Beirat, erklärt den Trend mit der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung. Wurden im Jahr 2000 erst 700 Fälle von Erpressung polizeilich gemeldet, waren es zehn Jahre später schon 2.500. Die Methoden des Kriminellenmilieus machen auch am Schultor nicht halt.

„Nicht nur, dass sich die Täter auf diese Weise extra Einkünfte verschaffen. Sie bauen auch ein Drohkapital für künftige Erpressungen und andere Verbrechen auf. Mit der Erpressung schon während des Schulbesuchs verschaffen sich die Täter teilweise Zugang zu kriminellen Kreisen. Deshalb ist es wichtig, dass die Schule und andere Erwachsene früh einschreiten."

„Sofort anzeigen"

Die größte Schwierigkeit für die Opfer besteht darin, der Bedrohung von vornherein den Riegel vorzuschieben. Gutachterin Skinnari rät, unter keinen Umständen zu bezahlen und sofort Anzeige zu erstatten. Dass die Einmischung der Polizei bei Jugendlichen durchaus abschreckende Wirkung zeigt, beweist das Beispiel der Eriksberg-Schule in Uppsala.

„Wir sind in die Klassen gegangen und haben das Problem direkt angesprochen", erzählt Lehrerin Samuelsson Radio Schweden. „Die Schulleitung berief dann einen Elternabend ein, bei dem auch Vertreter der Polizei und des Sozialamtes zugegen waren und die Situation beschrieben. Das hat zwar das Scheinwerferlicht auf unsere Schule gerichtet und uns zunächst einen schlechten Ruf eingebracht, aber dafür haben wir das Problem in den Griff bekommen und seit Jahren Ruhe."

Liv Heidbüchel/ Anton Dyrssen

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