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Trennung von Politik und Sport

Eishockeyverband hält an WM in Weißrussland fest

Publicerat tisdag 17 april 2012 kl 14.25
Menschenrechte kein Kriterium
(2:49 min)
Alexander Lukaschenko (links) freut sich über die Eishockey-WM in seinem Land. Christer Englund will sie ihm nicht vorenthalten (Fotos: Scanpix)

Der schwedische Eishockeyverband wird sich nicht dafür einsetzen, dass Weißrussland die Ausrichtung der Eishockey-WM 2014 entzogen wird. Der Verband erteilt damit dem Ansinnen von Menschenrechtsorganisationen eine Absage. Diese hatten gefordert, dem Regime von Diktator Lukaschenko nicht durch eine sportliche Großveranstaltung mehr Prestige zu verleihen.

Die schwedische Menschenrechtorganisation „Östgruppen“ hat mit anderen Partnerorganisationen im In- und Ausland den Aufruf „Spiel nicht mit dem Diktator“ ins Leben gerufen. Das Ziel: eine Eishockey-WM darf dem Despoten Alexander Lukaschenko nicht zu Propagandazwecken dienen, so Martin Uggla von „Östgruppen“ gegenüber dem Schwedischen Rundfunk: „Der Grund für die Kampagne ist, dass die Menschenrechtssituation in Weißrussland sehr kritisch ist. Sie hat sich in den letzten Jahren schrittweise verschlechtert. Diese Situation verbietet es, dass in diesem Land Weltmeisterschaften durchgeführt werden. Damit legitimiert man ein Regime, das die Menschenrechte grob missachtet.“

Der schwedische Eishockeyverband lehnt dieses Ansinnen jedoch ab, wie der Vorsitzende Christer Englund erklärt: „Die Entscheidung für die Vergabe der WM wurde ja nicht aus politischen Gründen getroffen. Das trennen wir streng und in den Statuten des Internationalen Verbandes steht nichts, dass man politische Wertungen in seine Entscheidungen mit einbeziehen soll.“

Treffen mit Menschenrechtsorganisationen

Sport und Politik seien also sauber getrennt, so Christer Englund. Er sieht daher keinen Grund, Weißrussland die WM wieder zu entziehen. Das habe er auch in einem Treffen mit Menschenrechtsorganisationen in der vergangenen Woche klar gemacht. Ein Argument, das Martin Uggla nicht gelten lässt: „Sport und Politik sind gerade in Weißrussland eng miteinander verwoben. Solche Wettbewerbe werden vom Regime für politische Propaganda genutzt.“

Über Politik will sich Englund jedoch nicht äußern. Bei der Vergabe von internationalen Meisterschaften sei es schwer, wenn nicht unmöglich, ethische oder politische Maßstäbe zu berücksichtigen:  „Es werden überall auf der Welt große internationale Meisterschaften durchgeführt und es gibt immer Einsprüche dagegen. Wenn wir diese Maßstäbe mit einbeziehen, ist der Sport überfordert. Wir haben nicht die Kompetenz und die Zeit, um entscheiden zu können, welche Meisterschaften einem Land zuerkannt werden und wie dieses Land seine internen Angelegenheiten handhabt.“

Die Menschenrechtsorganisationen werden ihre Kampagne jedoch fortsetzen. So hoffen sie, vielleicht über die Politik genügend Druck auf die Verbände auszuüben, damit die Eishockey WM in Weißrussland nicht zum Prestigegewinn für Lukaschenko wird.

Bengt Skött / Christer Jonasson / Dieter Weiand

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