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Verbrechensaufklärung

Privatinitiative stößt auf Leiche

Uppdaterat onsdag 18 april 2012 kl 16.44
Publicerat onsdag 18 april 2012 kl 08.00
Privat-Aktion bringt Licht in Mordfall
(2:18 min)
Offenbar zuvor unwegsames Terrain für Polizei und Militär

Der Polizei in Westschweden ist bei der Suche nach einer Frauenleiche möglicherweise ein verheerender Fehler unterlaufen. Wie das Schwedische Fernsehen berichtet, hat die Freiwilligenorganisation Missing People bei einer Suchaktion die Überreste eines Menschen gefunden. Jetzt wurde festgestellt, dass es sich dabei um die seit zwei Jahren vermisste Frau handelt. Durch die Entdeckung könnte sich eine neue Spur auf der Suche nach dem Täter auftun.

Rund 100 Freiwillige versammelten sich am vergangenen Wochenende im Naturschutzgebiet Svartedalen nördlich von Göteborg. Ihr Ziel: Die Leiche der seit zwei Jahren vermisst gemeldeten Marina Johansson zu finden. 

„Ich nehme an der Suche teil, weil ich mir wünschen würde, dass sich so viele wie möglich an so einer Aktion beteiligen, wenn Verwandte von mir betroffen wären“, erklärt eine der Suchenden. Und eine andere meint: „Für die Eltern, Freunde und Verwandten wäre es gut, eine Spur zu finden, damit sie endlich erfahren, was passiert ist.“

Warten auf die DNA 

Ende Juli 2010 war die damals 31-Jährige verschwunden. Ihr Freund wurde wegen Mordes angeklagt, allerdings in zwei Instanzen freigesprochen, begünstigt durch die Tatsache, dass Marina Johanssons Leiche nie gefunden werden konnte. Erfolg brachte erst die Such-Aktion auf Initiative von Missing People. Taucher stießen im See Härsvatten auf Skelettteile und Frauenkleider. Auch an anderer Stelle im umliegenden Wald machten die Freiwilligen einen grausigen Fund: Einen in eine Matratze eingewickelten Körper. In Marina Johanssons Bett hatte die Matratze gefehlt. 

Eine gute Erklärung hatte Polizeisprecher Björn Blixter zunächst nicht „Bei der Leiche könnte es sich um Marina Johansson handeln, doch sie ist nicht die einzige verschwundene Person. Zunächst müssen wir die Identität feststellen, bevor wir irgendwelche übereilten Schlüsse ziehen. Freiwillige, Militär und Polizei haben das Gebiet Svartedalen gründlich durchsucht, aber offenbar nicht gründlich genug. Trotzdem kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, dass unser Einsatz mangelhaft war, aber im Nachhinein betrachtet, kann man natürlich immer noch mehr tun.“ 

Blixter scheint bei seinem Lob eins vergessen zu haben: Die polizeilichen Ermittlungen in diesem Fall waren schon früher in die Kritik geraten. So hatten die Kriminaltechniker einen Blutfleck an Johanssons Bett übersehen – erst die Nachmieter waren auf die Spur aufmerksam geworden.

Kriminaltechnische Untersuchungen haben unterdessen ergeben, dass es sich bei der Leiche tatsächlich um Marina Johansson handelt. Die Staatsanwaltschaft prüft jetzt, ob sie den Fall noch einmal neu aufrollen wird.

Liv Heidbüchel

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