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Finanzminister unter Zugzwang

Reichsbank macht Borg Strich durch die Rechnung

Publicerat onsdag 18 april 2012 kl 13.00
„Die Zeit billiger Zinsen ist vorbei"
(2:31 min)
Hat andere Vorstellungen als Finanzminister Borg: Reichsbank-Chef Yngves (Foto: Scanpix)

Entgegen den Erwartungen bleibt der Leitzins mit 1,50 Prozent unverändert. Gleichzeitig hält die Reichsbank an ihrer Prognose fest, wonach weitere Senkungen des Leitzinsen in den kommenden Jahren ausgeschlossen seien. Damit steigt der Druck auf Finanzminister Anders Borg, die schwedische Wirtschaft zu stimulieren.

Erst am Montag hatte Finanzminister Borg einen vorsichtigen Nachtragshaushalt mit wenigen öffentlichen Stimulanzen vorgelegt. Dabei hatte sich Borg darauf verlassen, dass die Reichsbank mit billigem Geld die flaue Konjunktur beleben werde. Doch die Regierung hat die Rechnung offenbar ohne die Reichsbank gemacht. Aus der erwarteten Leitzinssenkung auf 1,00 Prozent bis zum Jahreswechsel wird nichts. Grund: Längerfristig sehe es für die Weltwirtschaft durchaus positiv aus, wenn auch die Probleme auf den europäischen Finanzmärkten noch nicht beseitigt seien. 

Beim Wirtschaftswachstum kommt die Reichsbank zu einer deutlich anderen Vorhersage als der Finanzminister: Für 2013 rechnet die Bank statt mit 3,3 Prozent nur mit einem Zuwachs von 1,9 Prozent. Für 2014 sieht es etwas besser aus: 2,8 Prozent sollen es der Reichsbank zufolge dann sein, auch dieser Wert liegt einen Prozentpunkt unter der Prognose Anders Borgs. 

Warnung vor Überhitzung 

Der Chefökonom der SE-Bank, Robert Bergqvist, hat seine Zweifel angesichts des Nachtragshaushalts mit seinen Anforderungen an die Reichsbank. Gegenüber Radio Schweden sagte er: „Das Jahr ist ja nicht mehr ganz jung. Was die Reichsbank jetzt bestimmt, hat kaum Auswirkungen auf das laufende Jahr. Schauen wir uns die Prognose des Finanzministers an, so steuert Schweden auf eine Hochkonjunktur im kommenden Jahr zu. Rein praktisch ist es also zu spät, Borgs Anraten zu befolgen und den Leitzins zu senken.“ 

Dies würde die Wirtschaft zum falschen Zeitpunkt stärken und damit Konjunkturschwankungen begünstigen, so der Chefökonom. 

Für die wegen hoher Hypothekendarlehen stark verschuldeten Schweden ist jede Bewegung des Leitzinses traditionell eng mit dem persönlichen Haushalt verbunden. Über lange Zeit passten die Banken ihre Hypothekenzinsen der Vorgabe der Reichsbank an. Diese Entwicklung ist in jüngster Zeit ins Stocken geraten. Die Banken verweisen darauf, sich mit mehr Eigenkapital auf künftige Krisen vorbereiten zu müssen. 

Dass die Reichsbank den Leitzins nun bei 1,50 Prozent lässt und weitere Senkungen ausschließt, wird sich denn auch auf die verschuldeten Privathaushalte nicht positiv auswirken, mutmaßt Bergqvist. „Meiner Ansicht nach gibt es nur noch wenig Spielraum für eine Absenkung der Hypothekenzinsen. Die Privathaushalte sollten sich darauf einstellen, dass die Zeit billiger Zinsen vorbei ist.“

Liv Heidbüchel/ Robert Bergqvist

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