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Staatliche Bauvorhaben in Saudi-Arabien

Schweden für die Saudis im Untergrund

Publicerat onsdag 25 april 2012 kl 13.24
Tankanlagen für Saudi-Arabien
(2:19 min)
Foto: Scanpix. Montage: Sveriges Radio

Der Skandal um die schwedische Militärzusammenarbeit mit Saudi-Arabien setzt sich fort. Nach den letzten Enthüllungen über die Planung von Raketenfabriken in der saudischen Wüste werden jetzt neue Verstrickungen in den Bau unterirdischer Speicheranlagen bekannt. Wie die Tageszeitung „Svenska Dagbladet“ heute berichtet, haben schwedische Unternehmen unter staatlicher Aufsicht unterirdische Tankanlagen zur Sicherung der saudischen Einsatzbereitschaft gebaut.

Bereits unter der Regierungszeit Olof Palmes hatte die Zusammenarbeit mit dem saudischen Königshaus begonnen. Bis zum Jahr 2009 sollten die Schweden ihr fundiertes Expertenwissen in Sachen Bergbau einbringen können – und dies unter Wissen und Aufsicht sowohl sozialdemokratischer, als auch konservativer Regierungen. Laut „Svenska Dagbladet“ haben schwedische Unternehmen insgesamt fünf unterirdische Schutzanlagen zur Lagerung von Treibstoffen gebaut. Genannt wird etwa die ABV Rock Group unter Beteiligung des Bauunternehmens Skanska.

Der Experte der militärischen Baubehörde und frühere Leiter des Bauprojektes, Karl-Erik Hagström, erinnert sich: „Die Arbeiten konnten nach Absprachen zwischen der saudischen und der schwedischen Regierung während der 80er Jahre beginnen. Es hat sich dabei um ein sehr umfassendes Bauprojekt gehandelt.“
Recht viele Unternehmen seien wohl darin verwickelt gewesen, so Hagström. „Unsere Rolle als Vertreter des Staates war es, dafür zu sorgen, dass unser Kunde das bekam, was er bestellt hatte.“

Militärische Nutzung nicht ausgeschlossen

Zwar sollte das Bauprojekt vorrangig zivilen Zwecken dienen – Hagström will jedoch nicht ausschließen, dass auch Treibstoffe zur Sicherung der militärischen Einsatzbereitschaft in solchen Zisternen gelagert werden können: „Was die Saudis dort ablagern ist letztlich deren Geheimnis. Die Zisternen können für alle möglichen Produkte verwendet werden.“

Auf die Frage, ob Schweden über den Zweck der Bauvorhaben von den Saudis informiert worden sei, antwortet Hagström mit einem einfachen: „Nej“.

Bauvorhaben stand nicht unter Geheimhaltung

Bereits in diesem Frühjahr war die schwedische Regierung aufgrund ihrer militärischen Zusammenarbeit mit der arabischen Diktatur unter Druck geraten. Der Schwedische Rundfunk hatte enthüllt, dass das Forschungsinstitut der Streitkräfte die Saudis beim Aufbau einer eigenen Rüstungsindustrie unterstützt und den Bau einer Raketenfabrik in der saudischen Wüste plant.

Demgegenüber macht Karl-Erik Hagström deutlich, dass der Zisternen-Bau nicht unter Geheimhaltung gestanden habe: „Nein, nicht das Abkommen über das Bauvorhaben. Unter Geheimhaltung standen der Umfang, die geographische Lage und was dort abgelagert werden sollte. Aber nicht das Projekt an sich.“

Hansjörg Kissel

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