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Radioaktivität

Was wird aus Schwedens Plutonium?

Publicerat fredag 27 april 2012 kl 11.47
Schwedisches Plutonium außerhalb schwedischer Kontrolle
(2:16 min)
In gute Hände abzugeben: schwedisches Plutonium

Der Verbleib des kürzlich in die USA ausgeführten schwedischen Plutoniums gibt Rätsel auf. Entgegen der früheren Aussagen von Außenminister Carl Bildt steht im Vertrag mit den USA nichts von der Vernichtung des radioaktiven Materials. Wie der Schwedische Rundfunk berichtet, ist gänzlich unklar, was künftig mit dem Plutonium geschieht.

Unter größter Geheimhaltung gingen die gut drei Kilo Plutonium Ende März auf die Reise über den Atlantik. Nachdem das radioaktive Material in den USA angelangt war, erklärte Außenminister Bildt, er habe Garantien erhalten, dass das Plutonium nicht für militärische Zwecke verwendet werde.

Stattdessen solle es sicher verwahrt werden. Bildt betonte sogar, Schweden habe damit einen konkreten Beitrag dazu geleistet, dass nukleares Material weder für kriegerische Zwecke genutzt, noch in die Hände von Terroristen gelange. Diese Annahmen dürften heute möglicherweise als naiv gelten.

Lars Hildingsson bei der Strahlensicherheitsbehörde erklärte dazu im Schwedischen Rundfunk: „Eigentlich erfahren wir gar nichts darüber, was mit dem Plutonium geschieht. Die gesamte Verantwortung liegt nun beim amerikanischen Energieministerium. Weil wir keinerlei Verantwortung mehr für das Material tragen, haben wir auch keine Kontrolle.“ 

Keine Anlage im Land der Möglichkeiten 

Zwar existiert ein Versprechen seitens der amerikanischen Behörden, dass das Plutonium aus einem Forschungsreaktor nahe Stockholm nicht aufbereitet und anschließend etwa in einem Raketensprengkopf einer neuen Bestimmung zugeführt werde. Nirgends im Vertrag findet sich jedoch ein Passus, der die Unschädlichmachung festschreibt. 

Die von Außenminister Bildt schon vor vier Wochen beschriebene Technik zur Umwandlung des Plutoniums in so genannten MOX-Treibstoff beruht auf einem chemischen Prozess, der die Radioaktivität des Plutoniums deutlich senkt. Problem: Zum jetzigen Zeitpunkt existiert in den USA nicht eine einzige Anlage zur Herstellung dieses MOX-Treibstoffs. Lars Hildingsson von der Strahlenschutzbehörde gibt auch zu bedenken, dass selbst im Falle einer vorhandenen Anlage unklar wäre, ob das schwedische Plutonium überhaupt für diesen Prozess geeignet ist. Hildingsson geht vielmehr davon aus, dass das Material auf unbestimmte Zeit zwischengelagert wird. 

Für Außenminister Bildt ist es dennoch weiterhin unproblematisch, den amerikanischen Behörden die Verantwortung übergeben zu haben. „Es ist Bestandteil internationaler Abkommen, dass man einander vertraut. Wir haben keinerlei Grund anzunehmen, dass das Plutonium nicht auf die Weise zerstört wird, auf die wir uns verständigt haben.“

Liv Heidbüchel

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