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Artenvielfalt

Hummel-Export sorgt für Proteste

Publicerat måndag 30 april 2012 kl 14.58
Mit Hummel-Export gegen Artensterben
(2:27 min)
37 Hummelarten leben noch in Schweden - über den Export von Königinnen scheiden sich die Expertengeister (Foto: Jimmy May/ Scanpix).

Britische Forscher sind in Schweden eingetroffen, um 100 Erdbauhummel-Königinnen aus Skåne abzuholen. In Großbritannien sollen die seltenen Hummeln dabei helfen, die Art auch dort wieder heimisch zu machen. Die Landwirtschaftsbehörde hat dem Export zwar zugestimmt, dennoch regt sich Widerstand gegen die Entscheidung. Sie käme zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt, meinen Kritiker.

Von den einstmals 40 Hummelarten in Schweden gibt es nur noch 37. Die Erdhummel oder auch Unterirdische Hummel steht zwar in Schweden derzeit nicht auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Dennoch ist Vorsicht geboten, mahnt Annelie Johansson, Umweltdirektorin bei der Provinzialverwaltung Skåne, im Schwedischen Rundfunk. 

„Diese Hummel war zu Beginn der 1990er Jahre auf der Roten Liste und wurde erst vor einigen Jahren wieder heruntergenommen. Hummeln sind eine Art, auf die besonders viel Rücksicht genommen werden muss.“ 

Bedrohte Spezies 

Hummeln reagieren äußerst empfindlich auf viel Verkehr und intensiven Ackerbau, betont Johansson. Gleichzeitig dürfe die Bedeutung der Hummeln für die Landwirtschaft nicht unterschätzt werden. Gerade die Erdhummel mit ihrem langen Rüssel helfe bei der Bestäubung beispielsweise von Klee. Dass nun 100 Königinnen in England Völker gründen sollen, statt dabei zu helfen, die Art in Schweden zu stärken, stört nicht nur die Umweltdirektorin. 

Lars-Åke Janzon, lange Jahre Biologe am Naturhistorischen Museum in Stockholm, fordert von den Südschweden mehr Proteste – unabhängig davon, dass die Landwirtschaftsbehörde den britischen Forschern die Erlaubnis erteilt hat und die Erdhummel in England ausgestorben ist. 

„Wenn man Pech hat, kann der Abzug von 100 Erdhummelköniginnen schwere Folgen für den Artbestand nach sich ziehen. Wenn man nämlich 100 Hummeln vom selben Gebiet nimmt, kann man die lokale Population ausrotten. Jedes Individuum, das derzeit durch die Luft fliegt, kann bis zu 500.000 neue Individuen produzieren. Deshalb ist es so wichtig, dass die Hummeln in der schwedischen Natur bleiben.“ 

Positive Folgen 

Seine Skepsis überwunden hat inzwischen der Insektenforscher Björn Cederberg, der bei der Arten-Datenbank der Landwirtschaftsuniversität als Experte für das Projekt hinzugezogen wurde. Der schwedische Erdhummelbestand werde diesen Aderlass verkraften, versicherte Cederberg gegenüber der Nachrichtenagentur TT. Wenn das Projekt gelinge, könnten die Erfahrungen helfen, ausgestorbene Hummelarten auch in anderen Ländern wieder anzusiedeln.

Liv Heidbüchel/ Caroline Åkerlund

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