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Prozessbeginn am 14. Mai

Anklageschrift gegen Malmöer Serienschützen - „Ein gewisses Maß an Fremdenfeindlichkeit“

Publicerat måndag 7 maj 2012 kl 14.38
Opfer zuvor ausspioniert
(2:05 min)
Tatortszene - Dem Angeklagten (rechts) werden unter anderem drei Morde vorgeworfen (Foto: Scanpix)

Der vielbeachtete Fall des Serienschützen von Malmö findet seine gerichtliche Aufklärung. Die Staatsanwaltschaft hat am Montag die Anklageschrift gegen Peter Mangs eingereicht. Die Beweislage gegen den 40-Jährigen sei stark, ihm drei Morde und zwölf Mordversuche nachweisen zu können. Die Opfer waren meist Einwanderer. Als Motiv kristallisiere sich deshalb vor allem Fremdenhass heraus, so die Anklageschrift. Gleichzeitig wird jedoch auch eine allgemeine Aggressivität gegenüber juristisch vorbelasteten Personen festgestellt. Prozessbeginn ist der 14. Mai.

Der norwegische Massenmörder und Attentäter Anders Behring Breivik hat sich unter anderem auf den Serienschützen im südschwedischen Malmö berufen. Nicht lange nach dem Prozessauftakt gegen Breivik steht bald auch Peter Mangs vor Gericht. Dem Schweden wird unter anderem zur Last gelegt, zwischen 2003 und 2010 drei Menschen heimtückisch niedergeschossen und zwölf weitere lebensgefährlich verletzt zu haben. Dabei habe der Angeklagte seine Opfer zuvor ausspioniert, so die Staatsanwaltschaft. Als er vor eineinhalb Jahren verhaftet wurde, war er gerade dabei, weitere Morde zu planen. Mangs bestreitet die Vorwürfe.

Die Staatsanwaltschaft glaubt jedoch starke Beweise zu haben, unter anderem die Tatwaffen, zahlreiche Zeugenaussagen, technische Beweise sowie zahlreiche Emails.

„Aggressivität"

Da viele Opfer Migrantenhintergrund haben, gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von rassistischen Motiven aus, wie Oberstaatsanwältin Solveig Wollstad bestätigt: „Das Material, das wir unter anderem in seinem Computer und Handy sichgestellt haben, weist ein gewisses Maß an Fremdenfeindlichkeit auf - aber auch von einer Aggressivität gegen Personen, die früher wegen Verbrechen verurteilt waren.“

Mangs wird als Einzelgänger beschrieben, der sich offenbar auch vom so genannten Lasermann hat inspirieren lassen. Dieser hatte 1991 und ´92 elf Menschen mit einem Lasergewehr und später mit einer Pistole auch aus unter anderem fremdenfeindlichen Motiven angegriffen. Ein Mensch war damals ums Leben gekommen.

Allein die Akten der Voruntersuchung in der Sache Mangs belaufen sich jetzt auf 7.500 Seiten. Malmö bereitet sich auf einen enormen Gerichtsprozess von großem nationalem und internationalem Interesse vor.

Der Rechtsanwalt von Mangs teilte unterdessen mit, dass es seinem Mandanten mit Rücksicht auf die lange Haftzeit gut gehe. Er komponiere Musik und schreibe Bücher.

Dieter Weiand

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