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19. Aids-Konferenz in Washington

Kinder vor Ansteckung mit HIV schützen

Publicerat måndag 23 juli 2012 kl 14.53
Aids-Kongress in USA wichtiges Signal
(2:47 min)

Bei der diesjährigen Aids-Konferenz, die nach langer Zeit wieder auf amerikanischem Boden stattfindet, ist ein wichtiger Themenbereich, wie Ungeborene und Babys vor einer Ansteckung mit dem Immunschwächevirus geschützt werden können. Der schwedische Professor Emeritus, Lars-Olof Kallings, gehört zu den Mitbegründern der International Aids Association, die für den alle zwei Jahre stattfindenden Kongress verantwortlich zeichnet.

33 Millionen HIV-Erkrankte gibt es weltweit, 6.000 von ihnen leben in Schweden. Die Zahl der Erkrankungen ist hierzulande seit Jahren unverändert. Global stecken sich dagegen jährlich 2,7 Millionen Menschen mit dem Immunschwächevirus an. 370.000 Kinder werden jedes Jahr mit dem Virus geboren. 

Diese Zahl ließe sich drastisch senken, meint Professor Emeritus, Lars-Olof Kallings, im Schwedischen Rundfunk: „Hinsichtlich der vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten ist es durchaus eine realistische Annahme, dass das Leben hunderttausender Kinder jedes Jahr gerettet werden könnte. Behandelt man  Schwangere und Stillende mit entsprechender Medizin, lässt sich eine Ansteckung des Kindes vermeiden.“ 

Die Kombinationspräparate, die seit 15 Jahren auf dem Markt sind, bezeichnet Professor Kallings als Meilensteine der Forschung. Hauptproblem bei der Behandlung von HIV und Aids ist jedoch gerade, dass die Ansteckungsrate in armen Drittweltländern erheblich größer ist als in den Industrienationen. Vielfach dreht sich Diskussion auch um die Frage, wer für die teuren Medikamente, die den Krankheitsverlauf bremsen, aufkommt. 

Ohne die USA bewegt sich nichts 

Seit der Entdeckung des Virus hat sich Kallings mit HIV befasst. Auch in die internationale Debatte hat er sich viele Jahre lang eingemischt, unter anderem als Uno-Sondergesandter für die Immunschwächekrankheit Aids. Nach mehr als zwei Jahrzehnten findet die Konferenz mit 25.000 Teilnehmern wieder in den USA statt. Möglich wurde dies erst durch die Abschaffung des Gesetzes zum Einreiseverbot von HIV-Infizierten unter den Präsidenten Reagan und Bush. Umso erstaunlicher, dass die ehemalige Präsidentengattin Laura Bush zu den diesjährigen Rednern zählt. 

„Der Austragungsort ist deshalb wichtig, weil die USA eine so große Rolle spielen – wissenschaftlich, finanziell und auch in anderen Zusammenhängen“, erklärt Lars-Olof Kallings. „Dass die Konferenz nun wieder in den USA abgehalten wird, ist ein großer Sieg für die Vernunft.“ 

„Wir laufen der Epidemie hinterher“ 

Selbst wenn sich die Behandlungsmöglichkeiten weiter verbessern und die Arzneien gerechter verteilt würden, ist es unwahrscheinlich, dass HIV aussterben wird, betont der Professor: „HIV nistet sich in unseren Zellen ein. Sollten wir es schaffen, die Entwicklung zu stoppen, so werden wir höchstens ein sehr langsames Abklingen beobachten können. Da sind wir aber auch noch lange nicht. Auf jede Person, die eine Behandlung beginnt, kommen zwei Neuansteckungen. Die Epidemie eilt uns also voraus.“

Liv Heidbüchel/Anna Larsson 

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