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Stechende Aussichten

Schweden steht Mückeninvasion bevor

Publicerat torsdag 26 juli 2012 kl 14.54
"Die Stechmücke ist extrem gut angepasst"
(3:01 min)
Diese Einladung nehmen die Mücken gern an.

Nach den Überschwemmungen und starken Niederschlägen in weiten Teilen des Landes sind die Schweden von Mücken geplagt wie selten. Nun fürchten Experten, dass die Invasion der Überschwemmungsmücken erst noch bevorsteht.

In der mittelschwedischen Region des Nedre Dalälven zwischen Uppsala und Gävle arbeitet Jan Lundström seit elf Jahren als Mückenjäger. Gemeinsam mit seinen Kollegen steht er tagein, tagaus in den Überschwemmungsgebieten und tötet Mückenlarven. Zunächst suchen die Experten die Gegend ab und stellen fest, wo die aggressive Überschwemmungsmücke besonders viele Eier abgelegt hat. Anschließend werden die Gebiete vom Helikopter aus mit einem Protein besprüht, das sich im Mückenkörper zu Gift verwandelt. Eine umweltfreundliche Methode, meint Lundström, weil das Gift nur einen einzigen Tag lang wirksam ist.

Das Expertenteam ist zwar ständig im Einsatz - die bevorstehende Invasion am Dalälven werden die Mückenjäger aber nicht aufhalten können, erklärt Lundström im Schwedischen Fernsehen. „Die Überschwemmungen sind beträchtlich und bieten mehrere tausend Hektar, die für die Mückenproduktion wie geschaffen sind. Wir finden jetzt die Larven, und in ein paar Wochen sind daraus erwachsene Mücken geworden, die stechen. Und das können sehr viele sein."

Perfekte Anpassung

Selbst wenn das Bekämpfungsprotein als umweltfreundlich gilt, bleibt die Frage nach Möglichkeiten der Natur, der Mücken-Überpopulation Herr zu werden. Dazu sagt Mückenjäger Lundström: „Die Stechmücke, aedes sticticus, ist extrem gut angepasst. Die kurzzeitig überschwemmten Gebiete bieten sehr viel Nahrung, so dass die Population schneller wächst als die natürlichen Feinde nachkommen. Wenn sie fliegt, ist sie für Vögel und Fledermäuse nur schwer zu erwischen, weil sie selbst auf Blut aus ist und sogar versucht, ihre Feinde zu stechen."

Die Mückeneier können jahrelang an unbehelligtem Ort auf eine Überschwemmung warten. Wenn es soweit ist, schlüpfen Milliarden Larven, die bei passender Gelegenheit losfliegen.

In ihrer Not haben die Anwohner schon verstärkt Vogelhäuschen aufgehängt - Lundström zufolge reines Wunschdenken: „In der Gegend gibt es reichlich Fliegenschnäpper beispielsweise, aber auf die Mückenpopulation scheint sich das überhaupt nicht auszuwirken. Wir haben es mit derart großen Mückenschwärmen zu tun. Vögel helfen da ganz offensichtlich nicht."

Was hilft denn nun?

Natürliche Mückenmittel in Form von stark duftenden Pflanzen wie etwa Knoblauch, Tomate, Basilikum oder Ringelblume sind ebenfalls nur bedingt hilfreich, meint der Mückenexperte. Ein Versuch, bei dem Bäume mit Knoblauchextrakt eingesprüht wurden, wurde wegen zweifelhaften Erfolgs nach kurzer Zeit eingestellt. Auch von aufwändigen Maschinen hält Lundström nichts.

Bleibt seine eigene Technik des Besprühens mit Protein. „Das ist wohl eine etwas sehr vereinfachte Darstellung der Wirklichkeit. Guckt man aber, welche Methoden existieren - und das habe ich vor ein paar Jahren getan, als wir den Auftrag für den Nedre Dalälven bekamen - dann ist die Protein-Methode die erfolgreichste und dabei umweltfreundlich."

Einziger Nachteil: Für den einzelnen Leidenden, der einfach nur ungestört einen lauschigen Abend im Garten verbringen möchte, funktioniert das Besprühen vom Helikopter aus nicht.

Liv Heidbüchel

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