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Nach Eingeständnis

Der Stasi-Pfarrer und die Schweigepflicht

Publicerat fredag 27 juli 2012 kl 14.24
Hier hat Radler vor seiner Pensionierung gepredigt

Der Fall des pensionierten Pfarrers, der für die Stasi gespitzelt haben soll, erschüttert das Vertrauen in das Kirchenamt. Alexander Radler hatte nach einem Vierteljahrhundert sein Schweigen gebrochen und eingestanden, dass er jahrzehntelang aus Schweden für die Stasi gearbeitet hat.

Er wird verdächtigt, seine Schweigepflicht gebrochen zu haben, indem er Informationen weitergeleitet hat, an die er in seiner Eigenschaft als Pfarrer gelangt ist.

Gustav Ericsson, Pfarrer im nordschwedischen Umeå, glaubt trotzdem, dass eine intensive Auseinandersetzung mit diesem Fall wichtig ist.

„So etwas passiert, Menschen machen Fehler. Es ist sehr wichtig, finde ich, dass jetzt darüber berichtet wird. Ich begrüße das und auch die schwedische Kirche tut das, so wie ich das erlebe. Ich hoffe aber auch, dass die Menschen diese Schlagzeilen nicht als repräsentativ für die ganze Kirche annehmen. Die gute Arbeit der Kirche verläuft ja in der Regel im Stillen und ohne Schlagzeilen.“

Die Schweigepflicht ist ein wichtiger Teil des Pfarramtes und war dies laut Gustav Ericsson auch in der Geschichte der Kirche. Er glaubt nicht, dass Gläubige jetzt generell daran zweifeln sollten, dass Pfarrer ihrer Schweigepflicht nachkommen.

„Ich hoffe, dass die Menschen auf ihre Erfahrungen mit der Kirche vertrauen.“

„Ich hoffe, dass die Menschen auf ihre Erfahrungen in ihren Treffen mit der Kirche und den Menschen, die dort arbeiten, vertrauen. Ich denke die meisten haben eher gute Erfahrungen gemacht.“

Die Schweigepflicht abzuschaffen, wie es hin und wieder diskutiert wird, hält Ericsson für keine gute Entscheidung, auch, wenn es für Pfarrer und Diakone manchmal nicht einfach ist. Die Vorteile würden überwiegen, da manche Menschen sich ansonsten vielleicht an niemanden zu wenden wagten.

„Wenn bei der Beichte herauskommt, das jemandem Unrecht geschieht, oder derjenige selbst jemand anderem Unrecht zufügt, ist es natürlich schwer. Das kann ein moralsiches und ethisches Dilemma für den Pfarrer bedeuten. Aber für viele ist es wichtig und gut, sich jemandem anvertrauen zu können.“

Hat ein Pfarrer die Schweigepflicht verletzt, wird das in der Regel von der Kirche untersucht. Im Falle des ehemaligen Spitzels Alexander Radler übernimmt das Domkapitel und das Luleå Stift diese Aufgabe.

Emelie Svedjer/Bettina Rehmann

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