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Personalfest für 80.000 Euro

Behörde verprasst Steuergelder

Publicerat måndag 30 juli 2012 kl 12.04
"Das Grand Hotel war die billigste Alternative"
(3:09 min)
Auf Nachfrage schockiert: Generaldirektorin Lugnet

Die Behörde für Wirtschaftswachstum ist durch den saloppen Umgang mit Steuergeldern für Personalfeste der Extraklasse in Verruf geraten. Wie die Zeitung Dagens Nyheter aufdeckte, gab die Behörde in anderthalb Jahren satte 1,7 Millionen Euro für Konferenzen und interne Ausbildung mit entsprechender Verköstigung und Übernachtung aus. Nun soll die Behörde sparen und fängt damit bei Aushilfen und Leiharbeitern an.

Gerade einmal seit 2009 gibt es die Behörde, die das Unternehmertum in Schweden fördern und für mehr Wettbewerb und Wachstum sorgen soll. Schon zwei Jahre später brauchte die Behörde einen Zuschuss von umgerechnet 700.000 Euro vom Wirtschaftsministerium, um ihren Aufgaben gerecht zu werden. Dieses Jahr drehte die Regierung den Geldhahn zu.

Obwohl die Behördenleitung davon schon im Frühsommer Kenntnis hatte, fand das alljährliche Personalfest im Mai wie geplant statt. Exklusive Adresse: Das Grand Hôtel in Stockholm. Dort werden jedes Jahr die Nobelpreisträger untergebracht. Was in Musik- und Schauspielszene Rang und Namen hat, kehrt in dem mondänen Fünf-Sterne-Hotel ein - ebenso wie all jene, bei denen Geld keine Rolle spielt.

Günstigste Alternative: Grand Hôtel

Zum Kostenpunkt von gut 90.000 Euro - die Übernachtung der fast 300 Mitarbeiter nicht mitgerechnet - sagte die Generaldirektorin Christina Lugnet der Zeitung, ihre Behörde habe durchaus mehrere Angebote eingeholt. Das Grand Hôtel als eins der feinsten Hotels des Landes sei demnach das billigste gewesen.

Erstaunlich, darf man doch annehmen, dass die Generaldirektorin mit den Statuten der Behörde vertraut ist. Demzufolge sollen die Kosten für Repräsentation niedrig gehalten werden. Bei der Wahl von Lokalität, Teilnehmeranzahl und auch Verzehr von Alkohol soll Zurückhaltung herrschen. Im Schwedischen Rundfunk erklärte Generaldirektorin Lugnet: „Die Richtlinien gelten selbstverständlich für die gesamte Organisation. Sollten Abweichungen auftreten, muss man sich das natürlich näher ansehen. Zuerst muss ich mir ein Gesamtbild von der Situation verschaffen."

Mitarbeiter im Blickpunkt

Bis auf wenige Fälle habe sich ihre Behörde auch daran halten, hatte Lugnet noch Dagens Nyheter gesagt. So hätte sie lediglich eine Bootstour, eine Kajakfahrt sowie Skiliftpässe nicht genehmigt. Eine Weinprobe im Wert von gut 2.000 Euro war dagegen offenbar angemessen - schließlich habe es sich dabei um keine richtige Weinprobe gehandelt, beteuerte die Generaldirektorin. Man habe sich vielmehr einen Eindruck von dem jungen Unternehmen verschafft und dabei höchstens „einen Fingerhut" der ersten Erzeugnisse als Beweis für die Tätigkeit zu sich genommen. Auch sei der Personaltag, bei dem alle zusammenkämen, ein sehr wichtiges Ereignis. Schließlich arbeite die Behörde an neun verschiedenen Standorten.

Am Tag der verheerenden Schlagzeilen gab sich Lugnet dem Schwedischen Rundfunk gegenüber allerdings deutlich kleinlauter: „Die Zusammenstellung aller Ausgaben ist ein Schock für mich. Ich habe sofort veranlasst, dass sämtliche Aktivitäten, die mit Ausbildung und Personal zu tun haben, künftig über mich laufen."

Mit dem vielgerühmten Vertrauen für die Abteilungsleiter dürfte es ein Ende haben, nun da die Behörde den Sparstrumpf anziehen muss. Rund eine Million Euro sollen gespart werden. Dies bekommen zunächst Urlaubsvertretungen und solche Mitarbeiter zu spüren, die über Zeitarbeitsfirmen in der Behörde für Wirtschaftswachstum gelandet sind. Außerdem werde man künftig stärker mit Hilfe von Video-Konferenzen arbeiten, auch wenn dies nicht mit einem Treffen von Angesicht zu Angesicht zu vergleichen sei, bedauerte die Generaldirektorin gegenüber Dagens Nyheter.

Liv Heidbüchel/Mimi Billing

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