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Arbeitskräftemangel

Dem öffentlichen Dienst fehlen 420 000

Publicerat tisdag 31 juli 2012 kl 11.32
Schlechte Zeiten für Patienten

Der öffentliche Dienst in Schweden steht vor gravierenden Nachwuchsproblemen. Nach Informationen des Schwedischen Rundfunks werden in den kommenden sieben Jahren bis zu 420 000 Stellen neu besetzt werden müssen.

Vor allem Lehrer und Krankenschwestern sind derzeit Mangelware, was die bereits stark angeschlagene Gesundheitsversorgung vor weitere Herausforderungen stellt.

Die Gründe für den Mangel an Fachkräften sind vielfältig. Einerseits werden etwa 330 000 Angestellte des öffentlichen Dienstes in den kommenden Jahren in Rente gehen, andererseits müssen zusätzlich über 90 000 neue Stellen besetzt werden, da die Anzahl bildungsbedürftiger Kinder sowie pflegebedürftiger Senioren stetig ansteigt.

Kaum Kontakt zu Nachwuchskräften

Gleichzeitig tut sich der öffentliche Dienst schwer damit, bei jungen Fachkräften den Eindruck eines attraktiven Arbeitsumfeldes zu vermitteln. Auch der Verband der schwedischen Kommunen und Provinziallandtage, SKL, gesteht hier deutliche Mängel ein. „Wir müssen das Thema besser aufgreifen“, so Agneta Jöhnk vom Verband SKL. „Man weiß schon, dass es uns gibt – aber besonders sichtbar sind wir nicht“.

Auch die Angestelltengewerkschaft Saco kritisiert stark die mangelnden Kommunikationsfähigkeiten des öffentlichen Dienstes gegenüber Studenten und Auszubildenden. Kontakte mit den Hochschulen beständen weitgehend nur von Seiten der privaten Wirtschaft, und nur in geringem Maße mit dem öffentlichen Sektor. „Es ist schon faszinierend, dass man trotz des enormen Bedarfs kaum auf die Universitäten und Hochschulen zugeht“, so Maria Ehlin Kolk vom Saco. „Will der öffentliche Dienst in Zukunft gute Fachkräfte anlocken, so muss verstanden werden, dass man bereits während der Ausbildungszeit der Studenten für sich werben muss – etwa mit Kursen, Gastvorlesungen, Praktika oder ähnlichem“.

Gesundheitswesen vor großen Herausforderungen

Vor allem das in jüngster Vergangenheit immer wieder stark kritisierte Gesundheitswesen steht vor großen Herausforderungen. Mangel an medizinischem Personal, lange Wartezeiten auf Untersuchungsergebnisse und Behandlungen sowie die chronische Überbelegung der Krankenbetten sind seit langem schwedische Dauerthemen. Auch die langen Sommerferien tragen immer aufs Neue zu Mängeln in der medizinischen Versorgung bei: Der Großteil des medizinischen Personals tritt im Sommer seinen mehrwöchigen Urlaub an. Die ohnehin dünne Personaldecke weist daraufhin oft gefährliche Lücken auf.

Hansjörg Kissel / Andreas Liljeheden

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