Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Det brinner i Kronåsens industriområde med kraftig rökutveckling som följd.
(Publicerat idag kl 15.48)
Keine Asche-Teilung für Ungläubige

Religion verschafft Möglichkeiten in Bestattungsfragen

Publicerat torsdag 2 augusti 2012 kl 08.50
Ascheteilung nur bei religiöser Überzeugung
(3:21 min)
Asche von Verstorbenen darf in Schweden nur aufteilen, wer religiöse Gründe vorbringen kann (Foto: Janerik Henriksson/Scanpix Schweden).
Wer entscheidet über den Inhalt?

Wenn Hinterbliebene in Schweden die Asche von verstorbenen Familienmitgliedern aufteilen wollen, stellt sie dies vor erhebliche Probleme. Laut Gesetz müssen die Hinterbliebenen triftige Gründe anführen können, warum die Asche aufgeteilt werden muss. Religiöse Gründe werden demnach von den Behörden in Schweden anerkannt, andere aber nicht.

Wer die Asche von Verstorbenen aufteilen will, muss zunächst einen Antrag bei der entsprechenden Provinzialregierung stellen. Vor zehn Jahren taten das nur fünf Familien pro Jahr. 2011 waren es ein Dutzend, darunter zwei schwedisch-japanische Familien. Die eine Familie durfte einen Teil der Asche nach Japan ausführen, Ken Hakatas Antrag wurde abgelehnt. 

Gegenüber Radio Schweden sagte Hakata: „Mein Vater hatte nie festgelegt, welche Bestattung er sich wünscht. Wir wussten also nicht, ob er hier in Schweden oder in Japan sein will. Deshalb dachten wir, dass es schön wäre, zwei Stätten zu haben, an denen man sich an ihn erinnern kann. Wir sind davon ausgegangen, dass wir einen Teil der Asche mit nach Japan nehmen können, aber so einfach war es eben nicht.“ 

Triftiger Grund: Religiöse Überzeugung

Laut Paragraph 13der schwedischen Bestattungsverordnung darf die Asche von Verstorbenen nur geteilt werden, wenn ein triftiger Grund angeführt wird. In einer Revision des Gesetzes ist ausdrücklich von Buddhisten die Rede, deren Religion als ausreichender Grund für eine Asche-Teilung gilt. 

Dies konnten Ken Hakata und seine Mutter offenbar nicht leisten. Die andere schwedisch-japanische Familie unterstrich in ihrem Antrag dagegen viel deutlicher den religiösen Hintergrund der Tradition, die Asche der Familie zuzuführen – mit Erfolg. 

„Für die Japaner sind die Toten sehr wichtig“, erklärt Pfarrer Arne Wikström, der lange Zeit in Japan gelebt hat und den Gedenkgottesdienst für die eine Familie auf Japanisch und Schwedisch abgehalten hat. „Die Japaner leben viele Jahre mit den Toten. Man bewahrt die Asche eine Zeitlang bei sich zu Hause auf, bevor sie in einem Tempel beigesetzt wird.“

Ken Hakata reagiert enttäuscht auf die Ablehnung seines Antrags: „Ob nun Religion oder keine Religion: Die Angehörigen sollten das doch so machen dürfen, wie sie wollen. Die Gesetzgebung ist befremdlich. Mir ist auch gar nicht klar, warum es dieses strenge Gesetz gibt. Außerdem hatten wir auch wichtige Gründe angeführt.“ 

Einschränkung des Einzelnen

Auch wenn momentan nur vergleichsweise wenige Personen von dem Gesetz betroffen scheinen, machen diese Fälle eins deutlich: In Schweden - einem Land, in dem Religionsfreiheit herrscht – lässt sich mit Verweis auf die Bedeutung der Religion für den Einzelnen mitunter viel erreichen. Dies stört Bestattungsunternehmer Birger Signäs. Erst kürzlich half er einer schwedisch-amerikanischen Familie, deren Antrag auf Asche-Teilung zunächst abgelehnt wurde, und die ihren Antrag nur wegen eines technischen Fehlers vom Verwaltungsgericht bewilligt bekam. 

Zu Radio Schweden sagte Bestatter Signäs: „Es heißt, der Antrag soll auf einer starken religiösen Überzeugung fußen. Meiner Ansicht nach kann es in einem Land, in dem wir Religionsfreiheit haben, nicht Aufgabe eines Gerichts sein zu beurteilen, wessen religiöse Überzeugung nun stark oder weniger stark ist. Das Gesetz schränkt die Rechte des Einzelnen ein.“

Ann Törnkvist/Liv Heidbüchel

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".