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Erfolg für Patientenschutzgesetz

Mehr Ärzte verlieren Zulassung

Publicerat torsdag 2 augusti 2012 kl 12.01
Arzt praktiziert trotz Medikamentensucht
(2:46 min)
Keine Zulassung ist für immer.

Das vor anderthalb Jahren eingeführte Patientenschutzgesetz zeigt Wirkung. Wie die Zeitung Svenska Dagbladet schreibt, ist die Zahl der eingezogenen Zulassungen für Ärzte schon im ersten Halbjahr 2012 doppelt so hoch wie im gesamten vergangenen Jahr.

Als Bengt Carlsson aus Kalmar sich schwer krank zum Ärzte-Notdienst schleppte, befand der behandelnde Arzt, Carlsson solle dringend weiter zur Notaufnahme. Statt einen Krankenwagen zu bestellen, ließ der Arzt den Patienten auf ein Taxi warten. Als Carlsson im Krankenhaus ankam, war es bereits zu spät. 

Der Arzt war schon zu einem früheren Zeitpunkt wegen Drogenkonsums verwarnt worden, hatte sich aber offenbar weiter Medikamente verschrieben und war in entsprechendem Zustand bei der Arbeit erschienen. Nun ist ihm die Zulassung entzogen worden. 

„Nichts stimmte“ 

Für Witwe Wivian Carlsson ein wichtiger Bescheid, erklärte sie dem Lokalsender des Schwedischen Rundfunks: „Ich kann nun nicht sagen, dass es eine Erleichterung ist. Aber das Gefühl, das nicht alles so war, wie es sein sollte, als wir zum Notdienst kamen, hat sich bestätigt.“ 

Bis zum 20. Juli dieses Jahres hatte das Zentralamt für Gesundheits- und Sozialwesen, das seit der Gesetzesänderung für Patientenklagen zuständig ist, in 20 Fällen die Einziehung der Zulassung beantragt. Im gesamten vergangenen Jahr waren es nur 14 Anträge gewesen, was das Amt mit bürokratischen Anlaufschwierigkeiten erklärt. In 50 Fällen beantragte das Amt eine Einschränkung der Zulassung, auch das doppelt so viel wie im gesamten vergangenen Jahr. 

Noch immer sind die Mitarbeiter des Zentralamtes bei der Auslegung des geänderten Gesetzestextes unsicher, bestätigt die zuständige Chefin gegenüber Svenska Dagbladet. Insofern sei noch nicht abzusehen, ob die hohen Ziffern für das erste Halbjahr von Bestand seien. 

Zugelassen, trotz Drogensucht 

Bei der Untersuchung im Fall Bengt Carlsson stellte das Amt Mängel in der Kommunikation zwischen Arzt und Krankenschwester fest. Dies könne letzlich zu Bengt Carlssons Tod geführt haben. 

Bis die Drogensucht des Arztes Konsequenzen hatte, sollten allerdings gut anderthalb Jahre vergehen. Bereits kurz nach Carlssons Tod 2010 gab der unter Beobachtung stehende Arzt positive Urinproben ab. Seine Zulassung durfte er dennoch behalten. Bei einer Hausdurchsuchung im Januar dieses Jahres fand die Polizei dann Spritzen, Urinproben sowie reichlich Medikamente, die auf den Namen des Arztes sowie andere Personen ausgestellt waren. 

Dass dem Arzt erst jetzt die Erlaubnis zur Ausübung seines Berufes entzogen wurde, findet Witwe Wivian Carlsson skandalös: „Mir fehlen die Worte bei dem Gedanken daran, wie viele Patienten der Arzt im berauschten Zustand falsch behandelt hat. So etwas darf einfach nicht passieren. Dagegen habe ich gekämpft, auch wenn Bengt dadurch nicht wieder lebendig wird.“

Liv Heidbüchel/Leif Johansson

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