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Erfolgreiches Gesetz

Zur See bleibt der Schwede nüchtern

Publicerat måndag 6 augusti 2012 kl 11.38
Muss mit wenig Gegenverkehr rechnen

Das verschärfte Gesetz zur Eindämmung von Trunkenheit am Ruder scheint sich herumgesprochen zu haben. Die Zahl der positiven Alkoholtests auf See ist in diesem Sommer deutlich zurückgegangen. Wie Statistik der Küstenwache zeigt, gingen ihr 30 Prozent weniger angetrunkene Bootsfahrer ins Netz als im Vorjahr.

Malerischer Abendhimmel über den Schären, ein geselliges Essen unter Nachbarn und Freunden, dazu ein paar Schlückchen Hochprozentiges – und dann mit dem Boot nach Hause: Dieser schwedische Traum ist seit Einführung des Alkoholgesetzes für Bootsfahrer geplatzt. Demnach gelten zur See dieselben Promillegrenzen wie auf der Straße: Bei einem Promillegehalt von 0,2 drohen Geld- oder sogar kürzere Gefängnisstrafen. Mehr als 1,0 Promille im Blut gelten als grobe Fahrlässigkeit und werden mit Gefängnis bis zu höchstens zwei Jahren geahndet. 

Statt fast 190 Fälle von Trunkenheit am Ruder stellte die Küstenwache bis Ende Juli dieses Jahr nur 130 Verkehrssünder zu Wasser und deutet dies als Erfolg für das Gesetz. 

Stocknüchtern aus gutem Grund 

Die Meinungen der Bootbesitzer gehen bei der Diskussion über Sinn und Unsinn des Alkoholgesetzes weit auseinander. In der Zeitung Svenska Dagbladet vom Wochenende murrten ein Dutzend Promis mit Anwesen in den Stockholmer Schären, dass das Gesetz rundherum schlecht sei – für Restaurants in den Schären, für Bootsfirmen und vor allem das soziale Leben auf den Inseln. Von Trunkenheit könne nach einem Bier ihrer Meinung nach noch nicht die Rede sein. 

Im Kleinboothafen von Sundsvall liegt Ove Belius und weiß: „Die meisten sind sauer. Ein guter Mittelweg ist immer am besten, und den haben wir jetzt ja nicht gerade.“ 

Erik Holländer reagiert weniger empfindlich auf die Beschränkung. Im Schwedischen Rundfunk sagte er: „Auf See sollte man nüchtern sein. Das hat rein praktische Gründe.“ Auf Straßen sei diese Befürchtung angemessen, meint dagegen Ove Belius. „Dort ist das Unfallrisiko ja größer.“ 

Mehr Hinweise von Zeugen 

Die meisten Alkoholtests führt die Küstenwache im Zusammenhang mit Geschwindigkeitskontrollen beim Einlaufen in den Hafen ein. Der Großteil der Bootbesitzer reagiert positiv, meint Daniel Bergman von der Küstenwache im nordschwedischen Härnösand: „Es gibt immer solche, die zu allem eine Meinung haben. Inzwischen gibt es nur noch wenige, die noch nie vom Alkoholgesetz gehört haben.“ 

Gerade weil sich das Gesetz und seine Folgen herumgesprochen haben, gehen auch viel mehr Tipps von anderen Bootsfahrern bei der Küstenwache ein. „Die Einstellung der Bootsbesitzer hat sich in der kurzen Zeit stark verändert“, erklärt Daniel Bergman. „Wir sind über jeden Tipp zu betrunkenen Bootsfahrern dankbar.“

Liv Heidbüchel/Christer Suneson

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