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Wechselkurse

Starke Krone gefährlich für Schwedens Wirtschaft

Publicerat tisdag 7 augusti 2012 kl 13.46
Starke Währung mit Beigeschmack

Die Schwedische Krone befindet sich seit letztem Jahr ungebrochen auf Steilkurs gegenüber dem Euro, was sowohl Chancen, als auch Gefahren für die heimische Wirtschaft in sich birgt.

Während die vom Euro-Kurs verunsicherten Investoren immer wärmer mit der starken Krone werden, so kann die schwedische Exportwirtschaft bei einer zu kräftigen Währung den Boden unter den Füßen verlieren. In der Tourismusbranche werden nun erste Auswirkungen der gegenwärtigen Krise im Euro-Raum spürbar.

Seit über einem Jahr schon hat sich der Euro auf Tauchfahrt begeben. Gegenüber der schwedischen Krone ist der Euro mit über 7,5 Prozent seit dem vergangenem Jahr anhaltend schwächer geworden. Heute entspricht ein Euro gut 8 Kronen; im Herbst des Vorjahres bekam man noch etwas mehr als neun Kronen pro Euro ausgehändigt.

Entwerteter Euro kann schwedische Gewinne drücken

Einerseits eine gute Nachricht für die schwedischen Finanzmärkte – im Vergleich zum Euro mit seinen ungewissen Zukunftsaussichten wird die starke Krone inzwischen als sicherere Anlage betrachtet.  Andererseits kann eine zu starke Währung die heimischen Produkte verteuern und sich damit negativ auf die Ausfuhren in den wichtigen europäischen Markt auswirken. Probleme gäbe es hier vor allem für den schwedischen Industriesektor, sagte etwa der Volkswirtschaftler Lars Jonung der Tageszeitung Svenska Dagbladet. Ein entwerteter Euro könne zur Folge haben, dass den schwedischen Unternehmen die Gewinne nach unten gedrückt würden.  

In der Tourismusbranche, die in gewissem Sinne auch als Export-Wirtschaft gilt, lässt die schwierige Situation in den südeuropäischen Ländern ihre Spuren zurück. Laut Angaben des Statistischen Amtes sind im ersten Halbjahr 2012 insgesamt  13 Prozent weniger Besucher aus Spanien in das skandinavische Land gereist als noch im selben Zeitraum des Vorjahres. Aus Italien waren es ganze 17 Prozent weniger. Was die deutschen Besucher angeht, ist der Rückgang nicht so dramatisch: Mit zwei Prozent weniger Touristen liegen die Deutschen genau im Durchschnitt aller Euro-Länder.

Entwicklung der Tourismusbranche im Großen und Ganzen positiv

Für viele ausländische Touristen gilt es dann auch, bei ihrem Besuch in Schweden den Riemen etwas enger zu schnallen. „Es ist teurer hier als wir gedacht hatten“, erzählen zwei spanische Touristen, die sich so eben das berühmte Vasa-Museum in Stockholm angesehen haben, im Schwedischen Rundfunk. „Wir gehen nie aus zum Essen, nehmen lieber selbstgeschmierte Brote mit. Wäre es etwas billiger gewesen, hätten wir noch mehr Museen besuchen können.“  

Im Großen und Ganzen hatte Schwedens Tourismusbranche in den vergangenen Jahre sehr gut abschneiden können und sich zu einem beliebten Reiseland für Besucher aus aller Welt entwickelt. Laut der Behörde für Wirtschaftswachstum macht der Tourismus inzwischen 6 Prozent des gesamten Exportes aus und hat sich damit an klassischen Gütern wie Personenwagen oder Eisen und Stahl vorbeigeschoben. Rund 30 Milliarden Euro sind im Jahr 2011 über den Tourismus eingenommen worden – eine Steigerung von über sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr 2010 und eine Verdoppelung der Einnahmen, die noch vor zehn Jahren erzielt wurden.  

Starker Wechselkurs auf lange Sicht gefährlich

Trotz dieser positiven Zahlen kommen vermehrt Sorgen auf, dass auf die gegenwärtige Entwicklung des Wechselkurses auf lange Sicht ein Einbruch der positiven Zahlen folgen könnte. Åsa Widmarck vom Forschungsinstitut des Handels, HUI, versucht die Entwicklung in diesem Jahr aber weitgehend positiv zu betrachten: „Falls sich der Wechselkurs so fortsetzt, könnte es durchaus Auswirkungen haben. Ich glaube aber nicht, dass dieser Sommer davon betroffen sein wird, da die meisten Touristen ihren Besuch lange im Voraus planen.“

Eine Einschätzung, die der holländische Tourist in Stockholm, Anton Van Velzen teilt: „Es ist uns aufgefallen, dass viele Produkte teurer sind, als wir es gewöhnt sind. Wir hatten die Reisepläne aber bereits vor Monaten geschmiedet, und wollen auch an ihnen festhalten.“

Hansjörg Kissel

"Das Mandat der Schwedischen Zentralbank ist begrenzt"

Die starke Stellung der Schwedischen Krone gegenüber dem Euro ist kurzfristig gesehen nicht allzu gravierend für die heimische Exportwirtschaft – langfristig gesehen ist die Zentralbank in Schweden allerdings nur unzureichend auf eine Währungskrise vorbereitet. Dies erklärte der Chefökonom des Schwedischen Wirtschaftsverbands, Stefan Fölster. Radio Schweden sprach mit dem Experten über die betroffenen Wirtschaftszweige, darüber wie sich die Abhängigkeit Schwedens von Währungsschwankungen im Laufe der letzten Jahre verringert hat, sowie über mentale Schwächen der schwedischen Finanzpolitik im internationalen Währungsgeschehen.

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