Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Niedrige Strafen für Trafficking

Menschenhandel-Gesetz greift nicht

Publicerat onsdag 8 augusti 2012 kl 14.35
Zahnloses Menschenhandel-Gesetz
(1:29 min)

Das Gesetz zur Ahndung von Trafficking hat nicht den gewünschten Effekt. Als Schweden vor zehn Jahren das Gesetz zur Bestrafung von Menschenhandel einführte, sollten die Vergehen endlich beim richtigen Namen genannt werden. Nun zeigt sich: Wer Frauen und Mädchen zur sexuellen Ausbeutung nach Schweden verschleppt, kommt heute mit milderen Strafen davon als vor der Einführung des Gesetzes.

Die an das vermeintlich strengere Gesetz gestellten Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Zu dem Schluss kommt Monica Nebelius, Schöffin am Amtsgericht Lund. Sie ist sämtliche Urteile der vergangenen zehn Jahre in Fällen von Menschenhandel durchgegangen. Das Ergebnis: „Früher verurteilte man zu Zuhälterei unterschiedlichen Grades und verurteilte auch wegen Vergewaltigung,  Körperverletzung oder Einsperren des Opfers. In manchen Fällen waren die Strafen vor Einführung des Gesetzes länger.“ 

Dreieinhalb statt zwölf Jahre 

Schöffin Nebelius hat zwei im Prinzip identische Fälle von Menschenhandel verglichen, ein Urteil fiel vor dem neuen Gesetz, eins danach. Im ersten Fall wurden die Angeklagten zu zwölf Jahren verurteilt. Straftatbestand: Menschenraub, sexuelle Nötigung, Bedrohung und Zuhälterei. Im zweiten Fall fiel dieselbe Art von Verbrechen unter Menschenhandel und Zuhälterei. Die Strafe: dreieinhalb Jahre Gefängnis. 

Für den Reißwolf sei es jedoch zu früh, meint Nebelius im Schwedischen Fernsehen: „Man sollte das Gesetz nicht als misslungen verwerfen. Man sollte aber besser durchdenken, was man eigentlich bestrafen will. Anschließend sollte man überprüfen, auf welche Taten bereits eine Strafe steht, und überlegen, ob eine Sonderregelung für Menschenhandel tatsächlich notwendig ist.“

Liv Heidbüchel

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min Lista".