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Getrennte Wege ebnen

Trennungs-Teams sollen Scheidungsprozess vereinfachen

Publicerat torsdag 9 augusti 2012 kl 12.04
Trennungsteam soll Konflikte entschärfen
(1:56 min)
Die Leidtragenden sind oft die Kinder.

Jede zweite Partnerschaft in Schweden geht früher oder später in die Brüche. Jährlich sind davon 50.000 Kinder betroffen. Um die Trennung besonders für die Kinder so glimpflich wie möglich zu gestalten, will die Regierung, dass Trennungsteams zum Einsatz kommen. Das Zentralamt für Gesundheits- und Sozialwesen hat am Donnerstag den Auftrag für ein entsprechendes Gutachten bekommen, wie die Regelung im Detail aussehen soll.

Finanzen, gemeinsame Verträge, das Haus, wer zieht wohin, wer nimmt wann die Kinder? Bei einer Trennung muss so vieles bedacht werden, dass der gesamte Prozess den ohnehin zerstrittenen Eltern schnell über den Kopf wächst, weiß Familienratgeberin Maria Gregell. „Plötzlich tauchen da tausend Fragen auf. Wenn man dann Hilfe von Fachleuten bekommen kann, lindert das sicher diese schwierige Lebenssituation.“ 

Gedacht ist an maßgeschneiderte, ganzheitliche Lösungen. In dem Trennungsteam sollen beispielsweise ein Jurist, ein Schuldenberater und ein Familientherapeut zusammenarbeiten. Kinder- und Seniorenministerin Maria Larsson von den Christdemokraten sorgt sich insbesondere um das Wohl der Kinder, die eine Trennung der Eltern meist am schwersten trifft. „Ein Trennungsteam, wie unser Vorschlag es vorsieht, soll helfen, Konflikte im Zusammenhang mit einer Scheidung zu entschärfen“, so Larsson im Schwedischen Rundfunk. 

Unterhaltszahlung hinterrangig 

Berufliche Karriere, Wohlstand, Kinder – es sind wohl auch die ehrgeizigen Ziele vieler Schweden, die der Partnerschaft vielfach den Todesstoß versetzen. Im vierten Jahr nach der Eheschließung ist die Scheidungsrate laut Statistischem Zentralamt besonders hoch. Der finanzielle Aspekt bei der Trennung gerät, gerade was die Belange der Kinder angeht, zu häufig ins Hintertreffen, meint Ministerin Larsson. 

Mehr Elternteile als heute sollten Unterhalt zahlen, so ihr erklärtes Ziel: „Bei einer Trennung geht es viel ums Sorgerecht. Wir wissen aber, dass die finanziellen Probleme genauso wichtig sind und dass es gut für das Kind ist, wenn beide Partner auf diesem Gebiet ihre Verantwortung übernehmen.“

Liv Heidbüchel/Julia Wiraeus

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