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Gleichberechtigung und Sicherheit im Bergbau

Frauen in den Schacht

Publicerat fredag 10 augusti 2012 kl 14.05
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Eira Andersson
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Ronja Töyrö gehört zu einer Minderheit unter den Bergleuten (Foto: Emil Östlund/Sveriges Radio)
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Harry Rantakyrö

Um die technologische Entwicklung in den Gruben zu garantieren, müssen mehr Frauen auch unter Tage arbeiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der technischen Universität im nordschwedischen Luleå. Die Bergbauunternehmen sind deshalb daran interessiert, die Machokultur aufzubrechen und mehr Frauen einzustellen. Doch aller Anfang ist schwer.

Verboten, wie in Deutschland bis 2009, ist Frauen das Arbeiten unter Tage in Schweden nicht. Dennoch ist der Anteil weiblicher Mitarbeiter bei Grubenunternehmen auch im gleichgestellten Schweden sehr niedrig. Die 21-jährige Ronja Töryä ist eine der wenigen Ausnahmen. Sie repariert Bohraggregate 775 Meter unter der Erde in der Grube von Kiruna und weiß von der Skepsis ihrer männlichen Kollegen zu berichten: „Manche finden es schwer, wenn da kleine Mädchen kommen und die gleiche Arbeit machen, wie sie selbst. Aber das begreifen sie schon.“

In kaum einem anderen Beruf ist die Machokultur so ausgeprägt, wie bei den Kumpeln. Das habe auch auf Ronja Töryä selbst abgefärbt. „Meine Freunde meinen, meine Scherze seien grober geworden“; wie sie selbst dem schwedischen Rundfunk erzählt. Sie ist eine der wenigen Frauen, die beim Grubenunternehmen LKAB unter Tage arbeiten. Immerhin hat sich der Anteil von vier auf acht Prozent innerhalb der letzten Jahre erhöht. Insgesamt arbeiten in der Produktion von LKAB 13 Prozent Frauen. Doch es sollen mehr werden: 40 Prozent ist das Ziel.

Mehr Frauen anstellen

Auch Harry Ranakyrö möchte mehr Frauen bei Bergbauunternehmen sehen. Der Personalspezialist stellt gerade eine neue Belegschaft für die Grube von Northland in Pajala an: „Das Arbeitsklima wird dann besser und auch die Sicherheit. Den Machostempel aus den alten Zeiten müssen wir loswerden. Dieses Denken, dass Frauen die Arbeit nicht schaffen, weil es dazu richtige Kerle braucht. Das geht mir auf den Geist. Ich weiß, dass das nicht so ist. Es klappt mit beiden Geschlechtern.“

Die Gruben werden immer sicherer und sind immer mehr von einer hochtechnologischen Entwicklung geprägt. Das kommt der männlich geprägten Industriearbeiterkultur häufig nicht entgegen. Dies hat auch die Forscherin Eira Andersson in ihrer Abhandlung festgestellt. Doch allein die Anstellung von weiblichem Personal garantiere nicht per Automatik mehr Sicherheit: „Es geht nicht nur darum, einen gleichgestellten Arbeitsplatz zu bekommen. Wir brauchen auch sichere Arbeitsplätze, an denen sich alle wohl fühlen. Auf diese persönlichen Motive muss man abzielen und nicht nur einfach mehr Frauen anstellen.“  

Auf diese Weise lasse sich dann eine positive Spirale für mehr Sicherheit und Gleichstellung in Gang setzen, so die Forscherin.

Emil Östlund/Dieter Weiand

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