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Olympia-Bilanz

Stolze Schweden kehren aus London heim

Publicerat måndag 13 augusti 2012 kl 12.28
"Schwedens acht Medaillen sind richtig, richtig gut"
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Das war's für diesmal - in Rio trifft man sich wieder (Foto: Bullit Marquez).
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Hoffnungen, Erfolge, Freude, Tränen: Olympische Spiele ganz nach Geschmack des Publikums - auch in Schweden (Foto: Scanpix/Sveriges Radio).
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Schwedens Handball-Herren mussten sich mit 22:21 gegen Frankreich geschlagen geben - Silber gilt dennoch als Sensation (Foto: Petr David Josek/Scanpix).
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GOLD für Schweden im Segeln dank Fredrik Lööf und Max Salminen (Foto: Maja Suslin/Scanpix Schweden).
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Zeigte es allen nach vier Jahren der Häme: Håkan Dahlby mit seiner Silbermedaille im Doppeltrap (Foto: Robert Tennisberg/Sveriges Radio).
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Gefühlte Sekunden blieb der Balken liegen und fiel dann doch: Silber für Sara Algotsson Ostholt auf Wega (Foto: Maja Suslin/Scanpix).
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Ihre Hoffnungen gingen unter: Medaillenanwärterin Sarah Sjöström (Foto: Anders Wiklund/Scanpix).

Schweden als Sportnation kann die Olympischen Sommerspiele in London als Erfolg verbuchen. Mit einer Goldmedaille im Segeln, viermal Silber und dreimal Bronze liegt Schweden im Medaillenspiegel auf Platz 37. Doch es gibt auch andere Rechenmodelle, die für die Schweden schmeichelhafter sind.

Vor den Spielen hatte das Schwedische Olympische Komitee sechs Medaillen vorausgesagt. Am Ende waren es acht. Zum Vergleich: In Beijing vor vier Jahren holte Schweden nur fünf Medaillen, darunter keine einzige goldene. Kein Grund also, sich zu schämen, doch Platz 37 im Medaillenspiegel will man nicht unwidersprochen auf sich sitzen lassen. Andere offenbar auch nicht: Mit Hilfe der Royal Statistical Society und dem Imperial College listete der Guardian den Medaillenrang zum Beispiel nach Wirtschaftsstärke. 

Dabei landet Schweden auf Platz 52, zwei Plätze vor Deutschland. Bei der Auflistung nach Teilnehmeranzahl liegt Schweden nur auf Platz 60, Deutschland dagegen auf einem 20. Platz. Ehrenwerter ist da schon die Auflistung nach Einwohnerzahl. Dies hat zwar nur sehr geringe Aussagekraft, hat die schwedischen Medien jedoch trotzdem schon während der Spiele schwer beschäftigt. Nach dieser Art Medaillenspiegel erntet Schweden einen schmeichelhaften 26. Platz. 

„Viele tolle Leistungen“ 

Statistik hin oder her: Schweden hat allen Grund zufrieden zu sein. Das meint der Sportchef der Zeitung Svenska Dagbladet, Ola Billger, im Schwedischen Rundfunk, und erinnert daran, dass die großen Medaillenhoffnungen wie die Schwimmerinnen Sarah Sjöström und Therese Alshammar und Springreiter Rolf-Göran Bengtsson entweder hinter den Erwartungen zurück blieben oder verletzungsbedingt nicht starten konnten. 

„Wenn man das bedenkt, sind acht Medaillen richtig, richtig gut“, so Billger. „Andere, an die wir nicht wirklich geglaubt haben, sind aus dem Schatten herausgetreten: Die Handball-Herren zum Beispiel, Lisa Nordén im Triathlon oder Reiterin Sara Algotsson Ostholt, die mit einem Abwurf am letzten Hindernis Gold in der Vielseitigkeit verpasste. Sie startete als 61. in der Welt und holte Silber. Es gab also auch eine Menge fantastischer Leistungen.“ 

Olympiade der Verfehlungen um Haaresbreite 

In manchen Fällen ging es knapp an einer Medaille vorbei. Nur um Haaresbreite – gerade einmal Neuntausendstel - verpasste etwa Lisa Nordén Schwedens zweite Goldmedaille. Bitter auch der vierte Platz im Weitsprung für Michel Tornéus, den nur ein Zentimeter von Bronze trennte. 

Umso erfreulicher war dann die letzte Medaille: Silber für Schwedens Handball-Herren. Im Vergleich zu den olympischen Endspielen 1992, 1996 und 2000, wo man als Favorit ebenfalls immer verlor, ist das Silber jetzt ein völlig anderer Gewinn, meint Ola Billger von Svenska Dagbladet.  „Es war ein tolles Spiel. Frankreich ist die absolute Nummer Eins in der Welt und die Mannschaft konnte immer wieder einen nachlegen. Das schwedische Team hat unglaublich gekämpft und lag sogar eine Zeitlang mit zwei Toren vorn. Die Mannschaft hat alles und noch mehr gegeben.“ 

Rache ist süß  

Ähnlich erging es Alexander Lundholm, verantwortlich für die Sendungen des Schwedischen Rundfunks während der Olympischen Spiele. „Die Handball-Herren gehören definitiv zu den stärksten Erinnerungen aus London. Ich denke aber auch an den Schützen Håkan Dahlby, der vier Jahre lang verspottet wurde, weil er vor Beijing gesagt hat, er würde Gold holen und dann weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. Nun hat er im Wurfscheibenschießen Silber geholt – daran werde ich mich auch lange erinnern.“ 

Eine Atempause gibt es für die schwedischen Sportler nicht. Wer etwa die brasilianische Fußball-Nationalelf sehen will, bekommt dazu am Mittwoch in Stockholm die Gelegenheit. Die Leichtathleten treffen sich schon nächstes Wochenende in Stockholm bei der DN-Gala, dem größten, alljährlich stattfindenden Sportevent Schwedens. Zu Gast sind neben einheimischer Prominenz auch elf frisch gebackene Goldmedailleure. Anfang September dann wartet der Finnkampen, der traditionelle Leichtathletik-Wettbewerb zwischen Schweden und Finnland, der dieses Jahr in Göteborg stattfindet.

Liv Heidbüchel

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