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Neuer Steuergeld-Skandal

Staatliche Stiftung feiert exklusiv für Steuermillionen

Publicerat tisdag 14 augusti 2012 kl 13.08
Stiftung wirbt mit kostspieliger PR-Party um Aufmerksamkeit
(3:21 min)

Erneut sorgt eine staatliche Institution wegen Verprassens von Steuergeldern für Schlagzeilen. Nach der Behörde für Wirtschaftswachstum steht nun die staatliche Stiftung für strategische Forschung in der Kritik. Wie die Zeitung Dagens Nyheter enthüllte, hat die Stiftung in den vergangenen drei Jahren rund eine Million Euro für exklusive Feste ausgegeben – mit zweifelhaftem PR-Erfolg.

Die Stiftung für strategische Forschung verfügt über neun Milliarden Kronen Kapital, das entspricht mehr als einer Milliarde Euro. Rund 60 Millionen Euro investierte die Stiftung im vergangenen Jahr in Forschung in den Bereichen Medizin, Naturwissenschaften und Technik. Viel Geld für schwedische Forscher und ihre Projekte, die oft an mangelnden Ressourcen scheitern. 

Das Problem der Stiftung besteht allerdings darin, dass sie außerhalb von Forscherkreisen keiner kennt. 1994 wurde die Stiftung auf Regierungs- und Reichstagsbeschluss hin gegründet. Das Kapital kam aus den damals abgeschafften Arbeitnehmerfonds. Um den eigenen Bekanntheitsgrad zu erhöhen, ließ es die Stiftung 2009 zum 15-jährigen Bestehen richtig krachen: 280.000 Euro investierte der Vorstand in ein Fest der Extraklasse. Den Nobel-Feierlichkeiten nachempfunden dinierte man in der Blauen Halle des Stockholmer Rathauses in einer Runde von 500 geladenen Gästen, darunter Provinzgouverneure, Direktoren, Bildungsminister Jan Björklund sowie Journalisten, die von dem Event berichten sollten. 

Sinnvolle Investition in PR? 

Das war nicht nur kostspielig, sondern ging auch noch in der kreativen Buchführung unter, wie die Zeitung Dagens Nyheter herausfand. Demnach steht auf der Rechnung lediglich etwas vage „Produktionsbudget“ für den besagten Tag, inklusive Seminar und Rathaus mit entsprechendem Kostenpunkt. 

„Es ist schwer zu sagen, wie hoch die Kosten tatsächlich waren“, so der Zeitungsreporter Mattias Carlsson im Schwedischen Rundfunk. „Die Unterlagen sind ja weg. Es gibt nur noch die Rechnungen, und auf der einen, die sich wohl auf das Fest bezieht, steht nur ‚Rathaus, 1,8 Millionen plus Mehrwertsteuer‘.“ 

Das Fest habe keinesfalls zur Aufgabe gehabt, Forschungsgelder auf den Kopf zu hauen, wie von Dagens Nyheter behauptet, rechtfertigt die Vorstandsvorsitzende Ulla-Britt Fräjdin-Hellqvist den Beschluss im Schwedischen Rundfunk: „Wir haben einen Partyorganisator für PR und Events angestellt. Es stimmt, dass wir eine öffentliche Ausschreibung für die Besetzung dieses Dienstes hätten vornehmen müssen, was wir versäumt haben. Nun haben wir eine interne Untersuchung auf den Weg gebracht, um herauszufinden, was mit den Unterlagen geschehen ist.“ 

„Nicht auffindbar“

Fräjdin-Hellqvist versprach eine lückenlose Aufklärung und versicherte, man habe nichts zu verheimlichen. Doch aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang die Aussage des Stiftungsleiters Lars Rask. Gegenüber Dagens Nyheter sagte Rask, er könne die detaillierten Unterlagen nicht finden. 

Der namhafte Partyorganisator Micael Bindefeld verdient an dem Deal mit der Stiftung gut. Dagens Nyheter zufolge erhält Rask monatlich 260.000 Kronen, wofür genau, ist nicht bekannt. 

Damit gerät eine weitere staatliche Institution in Erklärungsnot. Die Steuerzahler dürften sich inzwischen fragen, ob die jüngsten Enthüllungen nicht nur die Spitze des Eisberges sind. Denn mit seiner Einstellung Steuergeldern gegenüber steht der Leiter der Stiftung für strategische Forschung, Lars Rask, möglicherweise nicht allein da: Angesprochen auf die eine Million Euro für PR-Partys antwortete Rask unbekümmert, es habe sich ja nur um ein Promille des Budgets gehandelt.

Liv Heidbüchel

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