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Herz-Lungen-Fonds schlägt Alarm

Immer mehr Frauen mit tödlicher Raucherlunge

Publicerat torsdag 16 augusti 2012 kl 11.13
Man könnte als Maßnahme auch das Rauchen einstellen.

Die chronische Lungenerkrankung COPD greift auch bei schwedischen Frauen immer weiter um sich. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht des Herz-Lungen-Fonds. Demnach ist die Zahl der tödlichen Erkrankungen bei Frauen in den vergangenen 15 Jahren um 70 Prozent angestiegen. Bei den Männern war die Zahl der tödlichen Raucherlunge dagegen leicht rückläufig.

Kicki Narbom aus Sundbyberg nördlich von Stockholm fing schon früh mit dem Rauchen an. Dass Zigaretten krank machen, wusste die inzwischen 67-Jährige angeblich nicht. Heute leidet Kicki Narbom an erheblichen Atembeschwerden. „Wenn ich gestresst bin, habe ich Atemnot. Bei Minusgraden oder hoher Luftfeuchtigkeit bekomme ich auch keine Luft.“

Die Diagnose zunächst: Asthma. Eine typische Diagnose für viele COPD-Erkrankte. Im Winter 2006, als es wieder längere Zeit besonders kalt war und die Atemnot extrem, suchte Kicki Narbom erneut ärztliche Hilfe auf. Nach mehreren Tests stand fest, dass sie an der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit leidet, eine der großen Volkskrankheiten weltweit. Die Symptome von COPD gleichen der einer chronischen Lungenentzündung. 

Ohne Trendwende wächst das Problem weiter 

Jedes Jahr sterben in Schweden rund 2.500 Menschen an der Krankheit. Immer mehr Frauen sind davon betroffen, Schweden bildet weltweit keine Ausnahme. Im vergangenen Jahr erlagen 74 Prozent mehr Frauen ihrer Raucherlunge als noch vor 15 Jahren. Der Grund ist, dass das starke Rauchen seit einigen Jahrzehnten nicht mehr nur Männern vorbehalten ist.

Im Zuge der allgemeinen Emanzipierung in den 1960er und 70er Jahren wurde auch der Griff zur Kippe bei Frauen immer üblicher. Die Auswirkungen treten erst jetzt deutlich zu Tage. Für die Forscher interessant ist aber auch die Tatsache, dass die Sterblichkeitsrate bei Männern im selben Messzeitraum um ein halbes Prozent gesunken ist. 

„In unseren Lungen-Kliniken können wir seit dem Jahrtausendwechsel beobachten, dass die Zahl der weiblichen Patienten kontinuierlich zunimmt“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des Herz-Lungenfonds, Kjell Larsson, im Schwedischen Rundfunk. „Das ist schon jetzt ein großes Problem, das weiter wachsen wird, wenn es uns nicht gelingt, den Trend zu wenden.“ 

Lungenkapazität messen 

Notwendig für eine Trendwende ist nicht zuletzt mehr Forschung, aber auch dass die medizinischen Einrichtungen besser darin werden, die richtige Diagnose zu stellen, meint man beim Herz-Lungen-Fonds, der die Zahl der Todesfälle durch Raucherlunge längerfristig halbieren will. Demzufolge leiden eine halbe Million Schweden an der unheilbaren Lungenkrankheit – in den meisten Fällen bleibt die Erkrankung jedoch unentdeckt. Nur jeder fünfte Patient hat derzeit eine Diagnose. 

Dabei lässt sich schon mit einem einfachen Test, der die Lungenkapazität misst, vom Hausarzt früh feststellen, ob man betroffen ist. Dies ist wichtig, betont der Herz-Lungen-Fonds, weil sich der Krankheitsverlauf nur durch eine frühe Diagnose bremsen lässt.

Liv Heidbüchel/Alexander Gagliano

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