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Schwarzarbeit, nein danke!

Schweden sind gegen Steuerhinterziehung

Publicerat torsdag 16 augusti 2012 kl 13.21
Steuerhinterziehung stößt Schweden ab
(2:30 min)
Staatlicher Zuschuss für die Putzhilfe zeigt Wirkung.

Die Akzeptanz jeglicher Form von Steuerhinterziehung ist bei den Schweden markant gesunken. Das geht aus einer Untersuchung der Steuerbehörde hervor. Demnach lehnen drei von vier Schweden den unkorrekten Umgang mit Steuern ab. Das sind 20 Prozent mehr als noch vor sechs Jahren.

„Steuern sind sexy“, hatte die spätere sozialdemokratische Parteichefin Mona Sahlin einmal freimütig bekannt. Zu diesem Spruch scheinen sich immer mehr Schweden zu bekennen. Ohnehin als treue Steuerzahler bekannt, ist die Einstellung zur Steuerhinterziehung in den Jahren zwischen 2006 und 2012 zu Gunsten des Fiskus gekippt. Während vor sechs Jahren erst jeder Zweite gegen Schwarzarbeit war, sind es inzwischen 74 Prozent.

„Ein Faktor, der vermutlich eine wichtige Rolle spielt, ist die Einführung der Steuererleichterung für haushaltsnahe Dienstleistungen zusätzlich zu den Vergünstigungen bei weiß bezahlten Handwerksarbeiten zu Hause“, erklärt der Generaldirektor der Steuerbehörde, Ingemar Hansson, gegenüber Radio Schweden. „Gleichzeitig haben wir Abkommen mit diversen Steueroasen geschlossen, zuletzt mit der Schweiz am 5. August. Die Schließung der Steuerparadiese macht Hinterziehung unattraktiver.“

Aus schwarz wird weiß  

Neben der Ablehnung von Steuerhinterziehung ist ein weiteres Ergebnis der Untersuchung wichtig für die Einschätzung von Schwarzarbeit in Schweden, meint Generaldirektor Hansson. So geben heute nur noch 24 Prozent an, dass sie jemanden kennen, der Schwarzarbeiter beschäftigt. Vor sechs Jahren waren es noch 38 Prozent. 

Nicht zuletzt der griechische Wirtschaftskollaps habe die Einstellung der Steuerzahler in Schweden beeinflusst, meint Steuerbehördenchef Hansson: „Die tiefe Krise Griechenlands und die Probleme anderer Länder mit den Staatsfinanzen haben vor Augen geführt, wie wichtig ein funktionierendes Steuersystem ist. Man sieht, wie es enden kann, wenn man die öffentlichen Ausgaben nicht durch Steuereinnahmen decken kann.“ 

Schweden stehen hinter System 

Inzwischen lehnt nur noch jeder fünfte Schwede das hiesige Steuersystem ab, das mit 56,4 Prozent den höchsten Spitzeneinkommensteuersatz der EU hat. Bei der letzten Untersuchung lag die Zahl der Steuersystemfeinde noch bei mehr als 40 Prozent. 

Weniger leicht fällt Generaldirektor Hansson allerdings die Antwort auf die Frage, ob die Steuereinnahmen durch die Einstellungsveränderung der Schweden tatsächlich gestiegen sind. „Wie stark die Steuerhinterziehung tatsächlich abgenommen hat, können wir nicht messen. Wir befragen die Leute, ob sie jemanden schwarz bezahlen, dafür haben wir dann Zahlen. Das lässt sich aber nicht direkt in Kronen übersetzen.“

Liv Heidbüchel/Anton Dyrssen

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