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Schweden weist Vorwürfe Ecuadors vehement zurück

Publicerat fredag 17 augusti 2012 kl 14.47
"Anschuldigungen sind rüde, ungerecht und falsch"
(2:16 min)
Julian Assange im diplomatischen Dreiecks-Konflikt

Der diplomatische Konflikt um Julian Assange setzt sich fort. Die Regierung Ecuadors hat dem Wikileaks-Gründer Asyl gewährt, und dabei auch das schwedische Rechtswesen scharf kritisiert.

Da Großbritannien bereits angekündigt hatte, Assange unter keinen Umständen aus dem Land reisen zu lassen, wird der Wikileaks-Gründer auf unabsehbare Zeit in der ecuadorianischen Botschaft in London festsitzen. Unterdessen verschärfte Schwedens Außenminister Carl Bild die Tonlage in dem diplomatischen Dreiecks-Konflikt.

Der ecuadorianische Außenminister Ricardo Patino hatte in seiner Ankündigung, Assange in dem südamerikanischen Land Asyl zu gewähren, einige gepfefferten Anschuldigungen gegenüber dem schwedischen Rechtswesen untergemischt. Wie Patino betonte, habe er die schwedischen Behörden aufgefordert zu garantieren, den Wikileaks-Gründer in keinem Fall an die USA auszuliefern. Zudem habe er sicher stellen wollen, dass dieselbe Rechtssicherheit wie in Ecuador gewährleistet sei, falls sich Assange vor einem schwedischen Gericht wegen des Verdachts der Vergewaltigung  verantworten müsse.

Bildt: Anschuldigungen entstammen einer Phantasiewelt

Die Regierung Ecuadors zielt mit solchen diplomatischen Spitzen zwar eher auf die USA, doch konnte der schwedische Außenminister Carl Bildt derlei Äußerungen gegenüber seiner Heimat nicht auf sich sitzen lassen. „Viele der Anschuldigungen sind sehr rüde, ungerecht und falsch. Man muss sich wirklich fragen, woher er solche Informationen bezieht“, so der Außenminister. Auch was die Auslieferung Assanges an die USA angehe, liege keine solche Anfrage seitens der US-Behörden vor. „Es besteht kein Rechtsverfahren gegen ihn. Die Überlegungen in dieser Sache müssen einer Phantasiewelt entsprungen sei“, so Bildt.

Julian Assange könnte nun einen sicheren Hafen im südamerikanischen Ecuador anlaufen – wie er dort hinkommen soll, ist jedoch alles andere als geklärt. Großbritanniens Außenminister William Hague machte wiederholt deutlich, dass Assange in jedem Fall daran gehindert werde, dass Land zu verlassen. Assange werde wohl, so der Außenminister, „bedeutende Zeit“ in der Botschaft verbringen müssen.

Stellungnahme Assanges am Sonntag erwartet

Das große Medienaufgebot vor der Botschaft in London ist weiterhin beträchtlich, und auch die vielen Anhänger Assanges halten die Stellung in Erwartung neuer Entwicklungen. Am Sonntag wird eine öffentliche Stellungnahme Assanges auf dem Vorhof der Botschaft erwartet, wobei bereits Spekulationen über eine ideale Zugriffmöglichkeit der britischen Behörden laut wurden. Falls aber die Informationen des Außenministers Ecuadors über die Absicht der Polizei, die Botschaft zu stürmen nicht korrekt sind, wird Assange auf unbestimmte Zeit in den Räumen der Botschaft verweilen müssen. Erinnerungen werden dabei wach an Kardinal Mindszenty, der sich während des ungarischen Aufstands 1956 in die US-amerikanische Botschaft flüchten konnte. 15 Jahre musste er dort verbringen, bis ihm freies Geleit nach Italien gewährt wurde.

Hansjörg Kissel

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