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Sicherheitspolizei verfeiert Steuergelder

Säpo richtet 007-Fest für Steuermillionen aus

Publicerat måndag 27 augusti 2012 kl 12.24
Exklusive 007-Party trotz Säpos Sparzwang
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Säpo-Chef Anders Thornberg in Erklärungsnot: War das rauschende Bond-Fest angebracht? (Foto: Scanpix Schweden, Montage: Sveriges Radio)
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Sein Lebensstil Inspiriert noch heute

Die Sicherheitspolizei Säpo gesellt sich zu den schwedischen Behörden, die zum Zwecke der Erheiterung ihrer Mitarbeiter offenbar recht großzügig mit Steuergeldern umgehen. Wie die Zeitung Dagens Nyheter berichtet, ließ man es bei einem Motto-Fest im Stil von Geheimagent James Bond für umgerechnet gut 500.000 Euro krachen. Zudem wiesen die Abrechnungen bei der Mehrwertsteuer erhebliche Fehler auf.

Ein Meeting sei eine Investition, nichts anderes. So steht es auf der Homepage des Konferenz-Ausrichters Blick Möteskonsult, der den attraktiven Auftrag der Säpo für sich verbuchen konnte – offenbar ohne sich gegen Mitstreiter durchsetzen zu müssen. Ein Meeting koste Zeit, Planung und Geld, heißt es auf der Seite weiter. Daher müsse dem langfristigen Resultat besonderes Augenmerk gelten. Unter den schwedischen Steuerzahlern dürfte nach den Enthüllungen über das James-Bond-Fest der Extraklasse bei der Säpo wieder die Frage laut werden, was denn das langfristige Ziel von ausschweifenden Behördenfesten auf ihre Kosten ist. 

Mit James Bond auf Tuchfühlung

Nach mehreren staatlichen Institutionen, so der Behörde für Wirtschaftswachstum und der Stiftung für strategische Forschung, hat Dagens Nyheter nun die Sicherheitspolizei Säpo im Visier. Ergebnis: Im Sommer 2011 lud der damalige Chef der Behörde, Anders Danielsson, zu einem funkelnden Gala-Abend im feinsten 007-Stil mit prominenter Unterhaltung in Form von Stand-Up-Komikern und diversen Musikgruppen. 

So gab etwa die Big-Band-Kapelle, die alljährlich beim Nobelfest aufspielt, James-Bond-Musik zum Besten. Dazu trugen Spieltische, wenn auch nur mit Spielgeld, zur allgemeinen Zerstreuung bei. Das 007-Motto erstreckte sich bis ins letzte Detail, wie etwa die Namenskärtchen am Tisch. Alles in Allem kostete der Spaß für die 1.000 Mitarbeiter 5,3 Millionen Kronen, nach damaligem Kurs knapp eine halbe Million Euro. 

Fehler durch Unwissen? 

Nicht nur, dass die Säpo seit Jahren den Sparstrumpf anhat und für Feste dieser Art eigentlich kein Geld da ist: Auch bei der Abrechnung der Mehrwertsteuer, die Behörden teilweise zurückerstattet bekommen, rechnete die Säpo zu ihren Gunsten. Das Finanzamt zog allerdings die Bremse und forderte ihrerseits gut 11.000 Euro zurück. 

Der damalige Säpo-Chef Danielsson, der nunmehr die Migrationsbehörde leitet, sagte der Zeitung, der Patzer bei der Buchführung sei nicht besonders schwerwiegend. Der jetzige Säpo-Leiter Anders Thornberg räumte dagegen ein, seine Behörde sei über die besonderen Mehrwertsteuerregeln bei der internen Repräsentation nicht im Bilde gewesen. 

Einzelfälle häufen sich  

Aufmerksam auf den Fall geworden ist nun auch die Wettbewerbsbehörde. Dort laufen bereits Untersuchungen, inwieweit die Behörde für Wirtschaftswachstum bei ihrer Party im Grand Hôtel gegen das Gesetz verstoßen hat. Auch der Vertrag der Stiftung für strategische Forschung mit einem namhaften Party-Ausrichter wird genauer unter die Lupe genommen. 

Zu den neuerlichen Enthüllungen bei der Säpo nun sagte Kristoffer Sällfors, Jurist bei der Wettbewerbsbehörde, im Schwedischen Rundfunk: „Nun, da wir von dieser Angelegenheit Wind bekommen haben, werden wir die Sache als eilig behandeln. Dem Ergebnis möchte ich jetzt nicht vorgreifen.“ 

Noch kürzlich hatte Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt betont, es handele sich bei der behördlichen Prasserei mit Steuergeldern lediglich um Einzelfälle und keineswegs um einen Fehler im System. Sollten weitere Superpartys, wie sonst nur in der Sponsorenwelt der freien Wirtschaft üblich, enthüllt werden, dürfte Reinfeldt die Gelegenheit bekommen, seine Meinung zu ändern.

Liv Heidbüchel

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