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Atomenergie-Theorie der „Kalten Fusion" wiederbelebt

Vattenfall-Physiker: „Wir müssen die Kernkraft ersetzen"

Publicerat måndag 17 december 2012 kl 12.38
Vattenfall an alternativer Atomenergie interessiert
(3:37 min)
Forsmark könnte dereinst mit neuer Atomtechnik betrieben werden

Obwohl die schwedische Regierung grünes Licht für die Beibehaltung von Atomstrom mindestens bis zum Jahr 2050 gegeben hat, schaut sich der staatliche Energieriese Vattenfall offenbar nach Alternativen zur herkömmlichen Atomenergie um. Dabei ist man auf die umstrittene Forschung der so genannten Kalten Fusion gestoßen, die sich Kernreaktionen bei niedriger Energie zunutze machen will. Lange galt die Theorie als widerlegt, doch nun sollen italienische Forscher kurz vor dem Durchbruch stehen. Für den Fall einer Revolution auf dem Energiesektor will Vattenfall ganz vorn mit dabei sein.

Atomkraft, aus der hierzulande die Hälfte der produzierten Energie gewonnen wird, gilt in Schweden als umweltfreundlich, weil CO2-arm. Dennoch scheint ein Interesse an "wirklich reiner" Atomenergie zu bestehen, wie das Schwedische Fernsehen berichtet. Demnach sorgt die Forschung des Italieners Andrea Rossi auch beim Energieunternehmen Vattenfall für einiges Aufsehen. Rossi arbeitet an einem Reaktor, der durch neue Atomenergie betrieben wird, nämlich durch so genannte Kalte Fusion.

Forscher wittern Revolution

Diese Technik, auch bekannt als LENR (Low energy nuclear reactions), soll anstelle von Kernspaltung durch die Zusammenführung von Atomkernen Wärme und Strom erzeugen. Bislang konnte diese Theorie jedoch nicht bewiesen werden. Zu Gast bei der Fabrik vor Bologna, wo die ersten Testreaktoren der neuen Technik hergestellt werden, will sich auch Erfinder Rossi über die Details der Technik aus Patentgründen nicht auslassen. Dennoch zeigt er stolz den Containerklotz, der schon in Kürze in Europa als Reaktor arbeiten soll.

Begeistert von der Wiederbelebung der Kernenergie-Technik zeigt sich Anders Åberg, Physiker bei Vattenfall. „Diese Technik wird vielleicht die Welt revolutionieren, was die Energieproduktion anbelangt."

Schon im Herbst schickte Vattenfall Anders Åberg zu einer von Andrea Rossi ins Leben gerufenen Konferenz in der Schweiz, um sich ein Bild von der aktuellen Entwicklung zu machen. Die Kalte Fusion könnte durchaus in schwedischen AKW zum Einsatz kommen, darunter in den Reaktoren von Ringhals und Forsmark, deren Hauptbetreiber Vattenfall ist.

„Wir haben ein Problem: Wir müssen früher oder später die Kernkraft ersetzen", so Physiker Åberg. „Als Energieunternehmen ist es unsere Pflicht, neue Alternativen zu überprüfen. Die Kalte Fusion ist eine Möglichkeit, die die ganze Welt verändern könnte."

Kalte Fusion bleibt trotz konventioneller Kernkraft interessant

Erst vergangene Woche veröffentlichte die Regierung einen neuen Klima-Plan, wonach auch im Jahr 2050 noch die Hälfte des Stroms für die schwedischen Haushalte aus Atomkraft kommen soll. Der Bau neuer Reaktoren wird dafür unvermeidlich sein, schließlich ist die technische Lebensdauer eines Reaktors auf maximal 60 Jahre begrenzt. Von dem Klima-Plan der Regierung hat Vattenfall-Physiker Åberg offenbar nichts gewusst, als er den angeblich notwendigen Ausstieg aus der Atomkraft zur Sprache brachte.

Derzeit wartet Vattenfall auf unabhängige Tests der italienischen Anlage. Genau die dürften aber auf sich warten lassen, weil Erfinder Rossi seine Betriebsgeheimnisse wahren will. Schon das Experiment der amerikanischen Elektrochemiker Stanley Pons und Martin Fleischmann 1989 scheiterte am Interesse der Öffentlichkeit an stichhaltigen Beweisen. Eine Bestätigung durch unabhängige Dritte blieben die Forscher jedoch schuldig.

„Nichts ist unmöglich - eigentlich"

Auch wenn es in Schweden Interesse an der Kalten Fusion gibt, so überwiegt in Forscherkreisen die Skepsis. Dass zwei positiv geladene Atomkerne fusionieren und damit eine Kernreaktion hervorrufen könnten, halten viele für ausgeschlossen. Zu den Skeptikern gehört Göran Ericsson, Kernphysiker an der Universität Uppsala.

„Als Wissenschaftler tut man sich mit der Aussage schwer, dass etwas unmöglich sein soll, aber es gibt nichts, was darauf hindeutet, dass diese Form von Fusionsreaktionen vorkommt."

Liv Heidbüchel

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