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DNA-Register soll ausgeweitet werden

Publicerat torsdag 3 februari 2005 kl 16.58

Seit der Aufklärung des Mordes an dem zehnjährigen Mädchen Helén Nilsson wird wieder die Ausweitung des DNA-Registers diskutiert. Vor 15 Jahren wurde Helén aus dem südschwedischen Ort Hörby umgebracht. Mit Hilfe einer DNA-Probe wurde der Fall im letzten Jahr aufgeklärt. Die Regierung will nun durchsetzen, dass mehr Kriminelle als bisher eine Blutprobe abgeben müssen.

Zur Zeit werden alle diejenigen Kriminellen mit ihrem genetischen Profil erfasst, die für mindestens zwei Jahre im Gefängnis sitzen. Etwa 3.000 Menschen sind im DNA-Register enthalten. Aber es sollen mehr werden, erklärt Justizminister Thomas Bodström:

„Wir werden vorschlagen, das DNA-Register auszuweiten. Wir wollen, dass alle, die wegen eines Verbrechens zur einer Gefängnisstrafe verurteilt werden verdächtigt werden, eine DNA-Probe abgeben. Das Verfahren soll so einfach werden, wie man heutzutage Fingerabdrücke nimmt.“

Im Klartext: Alle straffällig Gewordenen werden registriert, wenn sie mit einer Gefängnisstrafe rechnen müssen. Wer später vor Gericht frei gesprochen wird, dessen Angaben werden vernichtet. Das schon bestehende Register soll also mit den Proben hunderttausender Krimineller ausgebaut werden.

Registrierung aller Schweden kein Thema

Aber alle Schweden, auch die unbescholtenen, werden nicht erfasst. Diesen Vorschlag hatten zumindest letzten Jahr der ehemalige Polizeichef Björn Eriksson und die renommierte Strafrechtlerin Marianne Leijonhufvud gemacht. Schon damals war das beim Justizminister nicht auf Gegenliebe gestoβen. Auch heute erteilt Bodström solchen Plänen eine Abfuhr:

„Erstens glaube ich, dass das unpraktisch wäre. Und zweitens würden damit auch unbescholtene Bürger in dieselbe Rubrik fallen wie Straftäter. Das halte ich für einen zu groβen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte.“

Immerhin wäre eine landesweites DNA-Register bei der Identifizierung der Flutkatastrophenopfer hilfreich gewesen. Doch es gibt eine andere Datenbank, die nun hilft, die umgekommenen Kinder zu identifizieren. Seit 1975 werden alle Neugeborenen in einer landesweiten Blutbank erfasst. Da dort die komplette Erbmasse gespeichert wird, darf auf die Daten nur im Ausnahmefall zurückgegriffen werden. Die Flutkatastrophe war eine solche Ausnahme. Im Januar beschloss daher der Reichstag in einer Sondersitzung, die Blutbank für die Identifizierung der Kinder anzuwenden.

Kritik an Plänen 

Wie hoch aber sind die Vorteile bei der Aufklärung von Verbrechen gegenüber der Einschränkung der Persönlichkeitsrechte des Einzelnen? Der medizinisch-ethische Rat ist da kritisch. Jan Wahlström meint: die erweiterte DNA-Bank könnte die ”genetische Integrität des Individuums” einschränken.

Katja Güth

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