Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Sodomie-Verbot nach jahrelanger Vorbereitung

Sex mit Tieren soll bestraft werden

Publicerat torsdag 13 juni 2013 kl 11.50
"Harte Strafen notwendig"
(3:23 min)
Landwirtschaftsminister Eskil Erlandsson stellt das neue Anti-Sodomie-Gesetz vor

Sex mit Tieren wird ab kommendem Jahr in Schweden unter Strafe gestellt. So sieht es ein Gesetzesentwurf vor, den die Regierung dem Parlament zur Abstimmung vorlegen wird. Sämtliche Parteien im Reichstag befürworten das vollständige Verbot der Sodomie. Die vergleichsweise eher lockere, seit fast 70 Jahren geltende Regelung zum Sex mit Tieren sei nicht mehr tragbar, so Landwirtschaftsminister Eskil Erlandsson im Schwedischen Rundfunk.

„In unserem Gesetzesvorschlag ist das Verbot sexueller Übergriffe gegenüber Tieren genau umrissen. Alle schwedischen Tierhalter, und auch die gesamte Bevölkerung haben sich seit langem schon nach solch einem Verbot gesehnt.“

Mit dem neuen Gesetz schließt Erlandsson eine langjährige Debatte in Schweden ab, bei der letzten Endes ausschließlich Befürworter einer Bestrafung der Sodomie in Erscheinung getreten waren. Bereits 2008 wurden im Parlament Debatten zu dem Thema geführt – die anschließenden zeitraubenden Untersuchungen und Prüfungen einer Gesetzesinitiative ließen aber bei der Opposition schließlich den Geduldsfaden reißen. In einer eher ungewöhnlichen Koalition der linken Parteien und den rechtspopulistischen Schwedendemokraten wurde eine Parlamentsmehrheit gebildet, mit der die Regierung aufgefordert werden konnte, ein entsprechendes Gesetz zur Abstimmung vorzulegen.

Zahnloser Tierschutz

Nun ist es auch in Schweden nicht so, dass sexuelle Kontakte mit Tieren bislang gänzlich vom Gesetzgeber ignoriert wurden. Mithilfe des Tierschutzgesetzes erhoffte man sich ausreichenden Schutz, nachdem striktere Regelungen zur Sodomie bereits 1944 aus dem Strafgesetzbuch gestrichen worden waren. Damals galt die Motivation, dass bestimmte sexuelle Neigungen nicht kriminalisiert werden sollten. Strafrechtliche Konsequenzen waren bislang allerdings die große Ausnahme. 2010 etwa gingen 44 Anzeigen wegen sexueller Übergriffe gegenüber Tieren bei der Polizei ein. Über 200 Fälle wurden laut der Tierschutzbehörde zwischen 2000 und 2005 gemeldet. Die Hälfte davon führte zu einer Anzeige, in keinem einzigen Fall aber kam es zur Anklage.

„Es gibt heutzutage Internetseiten, auf denen Kontakte zwecks Sex mit Tieren geknüpft werden können“, so die Beauftragte zur Ausarbeitung des Gesetzes, Eva Eriksson. „Die Situation heute ist eine andere als noch vor 20 Jahren, als man noch nicht online nach Clubs suchen konnte, die beispielsweise Sex mit Hunden anbieten. Heute aber gibt es so etwas. Es wird zunehmend zum Problem, und es ist völlig inakzeptabel, dass dies noch nicht verboten ist.“

Gefängnisstrafen von bis zu zwei Jahren

Mit dem neuen Anti-Sodomie-Gesetz sollen künftig keine Zweifel mehr darüber aufkommen können, welche Form der sexuellen Ausnutzung von Tieren unter Strafe gestellt wird. „Lassen Sie mich ein Beispiel nennen. Soll es erlaubt sein, sich etwas, das für einen Hund gut schmeckt oder riecht, auf das Geschlechtsorgan zu schmieren, damit dieser es ableckt?“

So fragte noch der Landwirtschaftsminister in einer Rede vor dem Parlament vor fünf Jahren. Derartige Handlungen werden künftig aller Voraussicht nach mit Bußgeldern bestraft – in schwerwiegenden Fällen droht eine Gefängnisstrafe von bis zu zwei Jahren. „Weder ich, noch die Regierung finden, dass solche Taten grundsätzlich in der schwedischen Gesellschaft vorkommen oder erlaubt sein sollten. Daher ist es auch notwendig, harte, abschreckende Strafen einzuführen.“

Hansjörg Kissel / SR Ekot

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min Lista".