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Öffentliche Förderung in Frage gestellt

EU-Regel zu Regional-Flughäfen: Ländlichen Gebieten droht Isolation

Publicerat fredag 14 juni 2013 kl 07.00
"Verkehr in ländliche Gebiete wird eingestellt"
(2:20 min)
Der Dala Airport in der Region Dalarna muss ohne Förderung dicht machen

Eine geplante EU-Richtlinie bedroht die Zukunft der Regional-Flughäfen in Schweden. Zwecks Förderung des freien Wettbewerbs im Flugverkehr sollen öffentliche Fördergelder für die Flugplätze zurückgefahren und in bis zu zehn Jahren gänzlich eingestellt werden. Viele ländliche Gegenden könnten dann im weitläufigen Schweden nur noch schwer erreichbar sein, befürchten Kritiker.

Der Dala Airport in Borlänge – eine für schwedische Verhältnisse mittelgroße Stadt mit etwa 50.000 Einwohnern – ist einer der 36 Regional-Flughäfen, die einer ungewissen Zukunft entgegensehen. Seitdem der Flugverkehr in Schweden in den 1990er Jahren privatisiert wurde, ist hier die Zahl der An- und Abflüge stetig zurückgegangen. Umgerechnet mehr als zwei Millionen Euro schießen Kommune und Provinz den Flugplätzen in Dalarna zu, um eine minimale Erreichbarkeit der Region zu sichern.

„Diese Förderung durch öffentliche Gelder ist unglaublich wichtig für uns. Wenn sie wegfällt, muss der gesamte Flugverkehr in dieser Provinz eingestellt werden“, sagt Lars Ivarsson vom Flughafenbetreiber Dalaflyget im Schwedischen Fernsehen. „Stimmen die Nachrichten über die neue EU-Richtlinie, so müssen wir die Flugplätze in Borlänge und Mora schließen. Ein Verbot öffentlicher Förderung wäre für Schwedens Flugplätze ein derber Schlag unter die Gürtellinie.“

Sonderstatus für das weitläufige Schweden?

Laut dem EU-Kommissar für Wettbewerbsfragen, Joaquín Almunia, erhalten zu viele der Regional-Flughäfen in Europa verdeckte, wettbewerbsschädigende Unterstützungen. Öffentliche Fördergelder sollen deshalb zurückgefahren und bis 2023 ganz abgeschafft werden. Dies berichtet das Schwedische Fernsehen unter Verweis auf einen Entwurf der neuen EU-Richtlinie. Abgelegene Gegenden, die ohne regionalen Flugverkehr und ohne Anbindung an Express-Zugverbindungen von verstärkter Isolation bedroht sind, könnten allerdings von der Regelung ausgenommen werden.

Peter Larsson von der Organisation Schwedischer Regionalflughäfen, hofft auf einen Sonderstatus für Schweden. „Die EU-Kommission wird Schweden Ausnahmen von der Regel gewähren, wenn sie die Situation hierzulande versteht. Von allen EU-Ländern sind bei uns die Abstände am größten. Der Flugverkehr ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Infrastruktur. Es ist einfach nicht gerechtfertigt, dass man in Brüssel darüber bestimmen will, wie wir unseren Inlandsverkehr in Schweden regeln wollen.“

Hansjörg Kissel / SVT

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