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Sicherheitspolizei besorgt über Al-Qaida-Kämpfer

Schwedische Dschihadisten kämpfen in Syrien

Publicerat måndag 17 juni 2013 kl 11.02
"Noch nie so eine Ekstase verspürt"
(3:29 min)
Der Schwede Mohammed al-Hassan starb im April während eines Gefechts in Syrien. Das Bild wird mit Genehmigung seiner Familie veröffentlicht (Foto: Privat / Sveriges Radio)

Während der bewaffnete Konflikt in Syrien weiter eskaliert, begeben sich auch viele Schweden in das Land, um sich an den Kämpfen gegen das Regime von Baschar al-Assad zu beteiligen. Etwa 30 von ihnen haben sich laut der schwedischen Sicherheitspolizei Säpo extremistischen Dschihadistengruppen angeschlossen. Einer von ihnen ist Bilal aus Göteborg, der dem Schwedischen Rundfunk seine Beweggründe dargelegt hat.

„Ich hatte einen Job in Göteborg, verdiente fast 3.500 Euro im Monat. Glück oder Freude habe ich deshalb aber dennoch nie empfunden können. Aber dann, als ich das erste Mal in ein Gefecht verwickelt wurde: Ich schwöre dir, noch nie habe solch eine Ekstase, solch eine Freude verspürt. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lachen. Es war so wunderschön, das kann man einfach nicht beschreiben.“

Bilal, so nennt sich der etwa 20 Jahre alte Göteborger, hat eigentlich einen anderen Namen. Er ist einer der schätzungsweise 30 Dschihadisten mit schwedischer Staatsbürgerschaft, die sich einer der in Syrien kämpfenden extremistischen Bewegungen angeschlossen haben. In Bilals Fall ist es die Al-Qaida-inspirierte Gruppe Jabhat al-Nusra. Seit sieben Monaten befindet sich Bilal, der selbst keine syrischen Wurzeln hat, in dem von blutigen Kämpfen gebeutelten Syrien. Machthaber Assad, aber auch demokratische Kräfte innerhalb der Befreiungsarmee sind seine erklärten Gegner:

„Wir wollen einen islamischen Staat etablieren. Wir haben aber auch andere Probleme hier wie beispielsweise Diebe oder Spione. Aber auch andere Rebellen, die ein demokratisches System errichten wollen, gehören zu unseren Gegnern.“

Mehrere Schweden in Syrien gefallen

Mehrere Schweden sollen in dem Konflikt bereits ums Leben gekommen sein. Laut der Tageszeitung Göteborgs-Posten starb ein 23-jähriger Mann, auch er aus dem westschwedischen Göteborg, vor einigen Tagen in den Kämpfen. Die Zeitung berichtet außerdem von zwei weiteren Schweden, die in der vergangenen Woche auf Seite der Rebellen gefallen sein sollen. Das Außenministerium konnte diese Angaben bislang allerdings nicht bestätigen.

Wie Jonathan Pestevon derSicherheitspolizei Säpo dem Schwedischen Rundfunk sagte, bilden die in Syrien kämpfenden Schweden keine einheitliche Gruppe. „Einige Personen waren bereits seit längerer Zeit Teil gewalttätiger Gruppierungen. Andere gehören zum äußeren Rand solcher Bewegungen. Es gibt aber auch solche, die erst nach Bekanntwerden der Grausamkeiten in Syrien sich entschlossen haben, dorthin zu fahren.“

Die Strategie der Sicherheitspolizei

Die Kampferfahrungen, die solche Dschihadisten in Syrien sammeln, könnten laut Peste eine direkte Gefahr für Schweden und Europa darstellen. Ihr Gewaltpotential werde während der Kämpfe stark gesteigert. Vor allem Mitglieder von Al-Qaida inspirierten Gruppen seien sehr gefährlich, da die Ideologie der Bewegung Anschläge auch in Europa legitimieren würde. Säpo habe mehrere Fälle von heimkehrenden Kämpfern beobachtet, die die Absicht gehabt hätten, Anschläge in Europa und auch in Schweden durchzuführen.

Eine Strategie der Geheimpolizei, um gegen potentielle Attentäter vorzugehen, ist es, mit diesen direkt Kontakt aufzunehmen, so Peste: „Wir reden mit ihnen, bevor sie nach Syrien fahren. Wir erklären ihnen, welcher Gefahr sie sich dort aussetzen. Wir machen ihnen aber auch deutlich, dass wir mögliche Attentate nach ihrer Rückkehr befürchten und sie im Auge behalten. In manchen Fällen haben wir es geschafft, sie von ihrer Reise abzuhalten oder diese zumindest zu verzögern.“

Hansjörg Kissel / SR Ekot

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