Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Tarifverhandlungen in der Sackgasse

Verkehrschaos wegen Streik befürchtet

Publicerat tisdag 18 juni 2013 kl 12.16
"Busfahrer sind keine Maschinen"
(1:36 min)
Kein Busverkehr auf dieser Linie

Kurz vor dem diesjährigen Mittsommerwochenende, zu dem wie jedes Jahr ein hohes Verkehrsaufkommen erwartet wird, steht Schweden womöglich ein umfassender Streik im öffentlichen Nahverkehr bevor. Sollten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter nicht in letzter Minute auf einen neuen Tarifvertrag einigen, könnten viele Busse und Bahnen in den kommenden Tagen in ihren Depots bleiben.

Am stärksten würde es die Großstädte des Landes treffen. Die Gewerkschaft Kommunal hat angekündigt, ab kurz nach Mitternacht am Mittwochmorgen drei Busdepots in Stockholm sowie den gesamten Stadtverkehr im nordschwedischen Umeå zu bestreiken. Damit würde es zu großen Einschränkungen im Busverkehr in den beiden Städten kommen.

Pendlerzüge ab Donnerstag betroffen

Hinzu kommt jedoch noch die Streikdrohung der Gewerkschaft Seko, die Angestellte im U-Bahn-, S-Bahn- und Regionalzugverkehr vertritt. Sollte in diesem Arbeitskampf ebenfalls keine Lösung gefunden werden, stehen zahlreiche Züge in Stockholm, Göteborg und Skåne ab Donnerstagmorgen still. Auch Ersatzbusse dürfen die Verkehrsunternehmen dann nicht einsetzen.

Beide Gewerkschaften haben sich in den aktuellen Tarifverhandlungen in erster Linie auf Kündigungsschutz- und Arbeitszeitfragen konzentriert, bei den Arbeitgebern für ihre Anliegen aber bisher nur wenig Gehör erhalten. Am Montag hatte Kommunal daher das Angebot eines eigens eingesetzten Schlichters abgelehnt und neue Verhandlungen gefordert.

Gewerkschaft: "Busfahrer sind keine Maschinen"

Trotz des nun bevorstehenden Verkehrschaos hofft die Gewerkschaftsvertreterin Lenita Granlund auf Verständnis bei den Fahrgästen: "Wir bedauern, dass die Bevölkerung hiervon betroffen sein wird. Aber in der aktuellen Lage haben wir keine andere Wahl, weil die Arbeitgeber nicht auf unsere Forderungen eingehen wollen, von denen wir der Ansicht sind, dass sie völlig angemessen sind. Ich glaube auch, dass die Allgemeinheit versteht, dass Busfahrer keine Maschinen sind", so Lenita Granlund von Kommunal im Interview mit Radio Schweden.

Frank Luthardt

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".