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Expo-Studie

„Svenskarnas Parti“ nimmt Kurs auf Rathäuser

Publicerat tisdag 25 juni 2013 kl 10.07
Neonazis machen auf stubenrein
(2:57 min)
Haben ihre Wurzeln bei den Nazis

Die Aktivitäten rechtsextremer Parteien und Gruppierungen haben im vergangenen Jahr markant zugenommen. Laut einer Analyse der Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, Expo, fällt dabei vor allem „Svenskarnas Parti“ auf. Die Partei der Schweden ist offenbar zum Sammelbecken für rechte Sympathisanten geworden und möchte im nächsten Jahr den Sprung in weitere Gemeinderäte schaffen.

Die Stiftung Expo hat sich ebenso wie in den zurückliegenden Jahren die Aktivitäten rechtsextremer Parteien und Gruppierungen angesehen und dabei festgestellt, dass deren Aktivvitäten im vergangenen Jahr um knapp ein Viertel im Vergleich zu 2011 zugenommen haben. Dabei handelte es sich meist um die Verbreitung von Informationen mit Flugblättern oder Plakaten sowie soziale Aktivitäten wie Studienseminare.

Dabei hebt sich besonders die „Svenskarnas Parti“ hervor, wie der Verfasser des Expo-Berichtes, Anders Dalsbro, im Schwedischen Rundfunk erklärt. Diese Partei hat ihre Wurzeln im rechtsextremen White-Power-Milieu. Erst vor fünf Jahren legte sie den Namen „Nationalsozialistische Front“ ab.

Offenbar ist sie jetzt zum Sammelbecken geworden, so Dalsbro: „Die Partei der Schweden dominiert das rassenideologische Umfeld immer mehr und hat Teile anderer Gruppen absorbiert und auch einen Teil von deren Aktivisten übernommen.“

Unzufriedene Schwedendemokraten 

Die Dozentin für Geschichte an der Universität Uppsala, Helene Lööw, will nicht ausschließen, dass die Partei der Schweden auch Zulauf von den im Reichstag vertretenen rechtspopulistischen Schwedendemokraten erhält, nachdem deren Parteivorsitzender Jimmie Åkesson am rechten Rand aufgeräumt und offenen Rassismus aus der Partei verbannt hat.

„Es kann sein, dass sie Leute rekrutieren können, die die neue Linie der Schwedendemokraten nicht akzeptieren. Es gibt ja bereits Personen, die aus der Partei ausgeschlossen wurden.“

Um stubenreines Erscheinungsbild bemüht

Aber auch bei der Partei der Schweden hat Dalsbro eine Strategie festgestellt, sich als stubenrein darzustellen. Deshalb blieben tatsächliche Aktionen und Auftritte eher im Hintergrund. Dalsbro vermutet, dass die Partei versuchen wird, bei den Wahlen in gut einem Jahr weitere Mandate in Städte- und Gemeinderäten zu erringen. 2010 eroberten sie bereits einen Sitz im südschwedischen Grästorp.

Ziel sei es, so Dalbro, diesmal 10 Mandate zu erlangen und dabei eine stabilere Parteistruktur zu etablieren. Expo verweist darauf, dass sich die Studie nicht auf exakte Zahlen berufe, sie spiegele eher einen Trend wieder.

Hans Brun von der Hochschule der Streitkräfte zeigt sich jedoch von diesem Trend kaum überrascht. Auch er hat eine erhöhte Aktivität von „Svenskarnas Parti“ festgestellt: „Sie versuchen das Erfolgsrezept der Schwedendemokraten zu kopieren und das gewalttätige, abschreckende Verhalten zu kaschieren. Man hat gesehen, dass es Spielraum für die eigenen Ansichten gibt. Um aber Stimmen zu bekommen, müssen sie stubenrein werden.“

Hanna Weiderud/Dieter Weiand

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