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Lebensmittelkette mit gewagtem Plan

Wein mit Lebensmitteln bald frei Haus?

Publicerat onsdag 26 juni 2013 kl 14.42
"Das Interesse ist groß"
(2:52 min)
Wohin darf geliefert werden?

Die schwedische Lebensmittelkette City Gross will die Lieferung von Wein frei Haus zusammen mit Lebensmitteln anbieten. Während das Unternehmen von der Rechtmäßigkeit seines Handelns überzeugt ist und sich auf europäische Rechtssprechung beruft, kommen bei Experten Zweifel auf, dass dieses Vorgehen im Einklang mit dem schwedischen Alkoholverkaufsmonopol steht.

Wer bei City Gross über Internet die Lieferung von Lebensmitteln abonniert hat, soll sich auch bald über den dazugehörigen Wein erfreuen dürfen: „Wir wollen unseren Kunden Essen und Qualitätsweine anbieten. Das Interesse ist groß und immer mehr Menschen entdecken die Vorteile, über das Internet Essen einzukaufen“, erklärt Carola Grahn von City Gross dem Schwedischen Rundfunk.

Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass man sich an die bestehenden Regeln hält, weil man dabei die Dienste eines dänischen Weinlieferanten in Anspruch nimmt.

Zuammenarbeit mit dänischem Unternehmen

Das Unternehmen habe seit 2008 alle erforderlichen Genehmigungen, um Wein an Privatpersonen in Schweden zu liefern, so Grahn. „Voraussetzung dafür ist, dass bestimmte Regeln eingehalten werden, das heißt es werden Identität und Alter des Kunden kontrolliert.“ Außerdem vergewissere sich der Fahrer, dass der Kunde nüchtern sei und offenkundig nicht plane, den Wein an Minderjährige abzugeben.

Die Lebensmittelkette stützt sich auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes aus dem Jahr 2007, wonach es Privatpersonen in Schweden erlaubt ist, Alkohol übers Internet zu bestellen und zu importieren. Voraussetzung sind die entsprechenden Kontrollen bei der Lieferung.

Systembolaget fordert Klarstellung

Der staatliche Alkoholmonopolist „Systembolaget“ bezweifelt jedoch die Rechtmäßigkeit der Pläne von City Gross. Dies gehe weit über die bisher erlaubten Grenzen hinaus, so die Geschäftsführerin von Systembolaget, Magdalena Gerger, gegenüber der Tageszeitung Expressen. Gerger kündigte an, die Frage an die Regierung weiterzuleiten und im Bedarfsfall die entsprechenden Gesetze nachzubessern zu lassen.

Auch der Professor für Europarecht an der Universität Stockholm, Ulf Bernitz, ist der Meinung, dass das Vorgehen nicht ganz rechtens ist. Bernitz verweist darauf, dass es sich hier um ein schwedisches Unternehmen handele, das den Weinverkauf an die Darbietung des eigenen Angebots koppele. Mit Privatimport habe dies nicht mehr viel zu tun.

Carolina Grahn verweist dagegen darauf, dass man sich bei der Lieferung an die Regeln halte: „Wir haben ausgebildete Chauffeure, die genau wissen, worauf es ankommt, und welche Kriterien erfüllt sein müssen, bevor sie die Ware aushändigen.“

Die erste Lieferung soll am 8. Juli erfolgen. Das letzte Wort scheint jedoch nicht gesprochen und Schweden steht offenbar ein neuer Rechtsstreit zum Thema Alkohol bevor.

Ekot/Dieter Weiand

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