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Der Streik ist vorbei

Tarifabkommen für die Stadtbus-Fahrer

Uppdaterat fredag 28 juni 2013 kl 12.07
Publicerat fredag 28 juni 2013 kl 10.09
"Garantien können wir nicht geben"
(3:27 min)
Die Busse fahren wieder. Foto: Bertil Ericson/Scanpix

Nach acht Tagen Ausstand rollen die Stadtbusse in Schweden wieder. Die Gewerkschaft Kommunal hat mit den Bus-Arbeitgebern einen Kompromiss ausgehandelt, mit dem alle sehr zufrieden sind. Haupt-Streitpunkt war die Weiterbeschäftigung der Fahrer, wenn ein anderer Unternehmer den Zuschlag für den Busbetrieb einer Stadt erhält.

„Ich bin froh, wieder fahren zu können. Für mich war die Anstellungssicherheit die wichtigste Frage. Nun weiß ich, dass ich auch, wenn ein anderer Busunternehmer den Zuschlag für meine Linie erhält, meinen Arbeitsplatz behalte - und damit meine Existenz“, so der Stockholmer Busfahrer Julio.

Die Frage ist, ob Julio da nicht etwas falsch verstanden hat. Zwar zeigt sich auch die Vorsitzende der Kommunalarbeitergewerkschaft - bei der die Busfahrer noch aus Zeiten, in denen der Stadtverkehr öffentlich betrieben wurde, organisiert sind - zufrieden. Doch muss sie zugeben, eine Garantie für die Weiterbeschäftigung sei gar nicht erzielt worden.

Willensäußerungen auf Papier

„Eine Garantie, dass man seinen Job behält, ist es ja nicht. Aber das Abkommen gibt den Fahrern wesentlich mehr Sicherheit als bisher“, sagt Nordström im Schwedischen Rundfunk. Man habe gemeinsam mit den Arbeitgebern ein Papier beschlossen, in dem man Willensäußerungen festgeschrieben habe, wie die Übernahme der Mitarbeiter bei Neuausschreibungen geregelt werden soll. Denn, so fährt Nordström fort: „Bindende Verträge, die genau vorschreiben, so und so muss sich der Arbeitgeber verhalten, können die Arbeitsmarktparteien in einer solchen Frage gar nicht schließen. Es ist ja so, dass in den Unternehmen, die eine Strecke übernehmen, zumeist auch schon Busfahrer arbeiten. Und diese Busfahrer sind ja auch unsere Mitglieder, die können wir ja nicht zugunsten anderer unserer Mitglieder hinausschmeißen.“

Arbeitszeiten Kopfzerbrechen der Betriebsräte

Ebenfalls zufrieden ist die Gewerkschaftschefin mit der Lösung, die für das zweite große Anliegen der streikenden Fahrer gefunden wurde. Längere Ruhepausen und geregelte Arbeitszeiten wollten die gestressten Chauffeure erzielen. Die Verhandlungsparteien beschlossen, den Mitarbeitern größeren Einfluss auf die Dienstpläne einzuräumen. Konkret bedeutet dies, das Problem wird den örtlichen Betriebsräten und Arbeitgebern in den Schoß gelegt. Die Erfolgschancen seien durchaus gut, in lokalen Verhandlungen bessere Arbeitszeiten zu erzielen, so Nordström selbstbewusst. Ihr Argument: „Wir sind schließlich eine gute Gewerkschaft!“

Lohnerhöhung fast wie gewünscht

Neben den vielen unkonkret gehaltenen Formulierungen können sich die Fahrer immerhin freuen, dass die einzig festgelegte Zahl des Abkommens, nämlich eine Lohnsteigerung von 1700 SEK (umgerechnet 133 Euro) verteilt auf eine Laufzeit von 3 Jahren und vier Monaten, ihre Ausgangsforderung fast erreicht.

Peter Jeppsson, Chef der Arbeitgeberseite, schmerzt dies nicht, denn die Steigerung entspricht etwa dem, was andere Branchen erzielt haben. Jeppsson ist mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden. Man habe das Ambitionsniveau bei den Mitarbeiter-Übernahmen erhöht, betont Jeppsson, fügt aber hinzu: Die Busunternehmer hätten sowieso auch vorher schon die meisten Fahrer übernommen.

Luise Steinberger

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