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Polit-Spektakel auf Gotland

Almedalen – jetzt 20 % größer

Publicerat måndag 1 juli 2013 kl 10.24
Rummel in Almedalen

Seit Sonntag läuft sie wieder, Schwedens Mega-Polit-Show, seit mehr als vierzig Jahren allsommerlich ausgetragen vor der ansprechenden Kulisse der Welterbestadt Visby auf Gotland. Auf der Insel mit den statistisch gesehen meisten Sonnenstunden Schwedens wird man auch diesmal wieder Rekorde brechen: Rund 2270 Veranstaltungen wird es bis zum kommenden Sonntag in Visby geben. Neben den Politikern sind Lobbyisten, staatliche Institutionen und Interessenvertretungen am Platz. An die 700 Journalisten trachten danach, sich unter sommerlich-legeren Formen an die Fersen ebenso leger gekleideter Politprominenz zu heften.

Verglichen mit 2012 ist die Almedalswoche um 20 Prozent grösser geworden. Naturgemäß konkurrieren die 925 Veranstalter immer mehr miteinander um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit.

Konkurrenz um Aufmerksamkeit

Den Ruf der Almedalswoche begründete der frühere Ministerpräsident und Gotland-Sommerurlauber Olof Palme 1968, als er von einem LKW als improvisierter Bühne eine Aufsehen erregende Rede hielt. In den Jahrzehnten danach waren jedesmal Tausende von Zeitungsartikeln, Fernseh- und Rundfunksendungen das Ergebnis der Almedalswoche. Diese Publizität verschwand im Allgemeinen schnell in den Archiven. Heute geht es vielfach darum, Grundhaltungen, Vorschläge und Ideen durch Networking, Kontakte und soziale Medien bei Kollegen und Öffentlichket zu verankern.

Hoch-Zeit für Networker

Damit nicht gesagt, dass Almedalen traditionell keine politischen Überraschungen böte – auch wenn manch ein Vorschlag bis zu seiner Realisierung lange reift. So wie die Idee, Hausputz und andere häusliche Arbeiten nicht mehr selbst zu machen, sondern von anderen verrichten zu lassen und das auch noch von der Steuer abzusetzen. Als die konservative Reichstagsabgeordnete Ann-Marie Pålsson in den 1990-er Jahren diesen seinerzeit kühnen Gedanken in die Almedalen-Runde warf, erntete sie in einem auf Egalität bedachten Schweden blanke Empörung. Inzwischen ist aus ihrem Vorschlag reale Normalität geworden. Auf die große Überraschung dieser Woche nun dürfen wir vorerst noch warten.

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