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Manöverteilnahme

Weitere Annäherung an die NATO

Uppdaterat onsdag 3 juli 2013 kl 13.45
Publicerat onsdag 3 juli 2013 kl 09.42
Verteidigungsministerin Karin Enström

Das formal allianzfreie Schweden nähert sich weiter der NATO an. Wie das Schwedische Fernsehen berichtet, werden schwedische Soldaten in Kürze erstmals an einem Manöver der Schnellen Eingreiftruppe der NATO, NRF, teilnehmen.  

Die Parteien der bürgerlichen Koalition hatten eine solche Teilnahme seit langem angestrebt, einen entsprechenden Beschluss aber gemeinsam mit den bislang ablehnenden Sozialdemokraten fassen wollen. Die größte Oppositionspartei hat jetzt zugestimmt. Die Manöver böten eine "hohe Komplexität auf eine Art, die wir hier in Schweden nicht selbst erreichen können", sagte der sozialdemokratische Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Peter Hultqvist. Eine Manöverteilnahme ermögliche es Schweden, seine Kompetenz zu erhöhen. Gleichzeitig betonte man von sozialdemokratischer Seite, die Manöver ständen nicht im Widerspruch zur Allianzfreiheit. Eine schwedische NATO-Mitgliedschaft sei nicht aktuell.

Verteidigungsministerin Karin Enström sagte Radio Schweden, die veränderte Haltung der Sozialdemokraten bedeute viel für Schwedens künftige militärische Leistungsfähigkeit. Das Land vertiefe damit die Zusammenarbeit mit der NATO, worüber aus ihrer Sicht eine breite politische Einigkeit bestehe, so die konservative Politikerin. Dies bestätige auch die Zielrichtung, die der jüngste Bericht des Verteidigungsausschusses vorgegeben habe.

Ebenso wie das gleichfalls allianzfreie Finnland ist Schweden mit der westlichen Militärallianz im Rahmen der NATO-Partnerschaft für den Frieden verbunden. Finnland nimmt seit 2008 an den NRF-Manövern teil. Erst im Januar hatte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen an Schweden appelliert, seine ablehnende Haltung zu revidieren.

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