Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Schaden für andere Arten abgewehrt

Dem Marderhund den Garaus gemacht

Publicerat måndag 8 juli 2013 kl 14.05
1000 Tiere erlegt
(2:09 min)

Schweden ist es offenbar gelungen, die Verbreitung des Marderhundes zu verhindern. Nach Angaben des Schwedischen Rundfunks trägt das vor fünf Jahren aus der Taufe gehobene Projekt Früchte und die Populationen vor allem in Nordschweden sind stark zurückgegangen. Der über Russland und Finnland eingewanderte Räuber wird als Träger von Parasiten gefürchtet und weil er wegen seines starken Fortpflanzungsvermögens heimische Arten rasch verdrängen kann.

Ein Marderhund sieht aus wie eine Art Kreuzung zwischen Waschbär und Hund und stammt eigentlich aus Asien. Das Tier wurde wegen seines Pelzes massenhaft in Russland gezüchtet und hat sich von dort über Polen, Deutschland, Dänemark und Finnland auch nach Schweden verbreitet. Sehr zur Bestürzung der hiesigen Tierschützer. Marderhunde vermehren sich rasch und verdrängen schnell heimische Arten. Auch die Bestände der Beutetiere wie Vögel und Frösche sind dann in Gefahr. Darüber hinaus verbreitet das Tier Tollwut und Zwergbandwürmer. Krankheiten, die in Schweden noch nicht sehr verbreitet sind.

Jetzt gibt Per-Arne Åhlén vom Jägerverband Entwarnung: Nach Lage der Aufzeichnungen seien lediglich ungefähr hundert Tiere noch in Schweden. Ungefähr 1000 seien vor allem auf der finnischen Seite erlegt worden, so Åhlén.

Schnelle Vermehrung

Die Jäger mussten rigoros gegen den Marderhund vorgehen. Ein Weibchen kann 10 Junge werfen. Die Population vermehrt sich schnell, wenn nichts dagegen unternommen wird.

„Die Folge sind Tausende von Marderhunden. Sie leben in lebenslangen Partnerschaften. Wenn man einen Einzelgänger findet, ist dieser immer auf der Suche nach einem Partner.“

Kastriert und mit Sendern versehen

Genau dieses Verhalten haben sich die Jäger an der Grenze zwischen Finnland und Schweden entlang des Torne-Flusses zu Nutze gemacht. So wurden Marderhunde mit Hilfe von Wildüberwachungskameras ausfindig gemacht, eingefangen, kastriert und mit GPS-Sendern versehen.

„Wenn sie sich an einem Ort dann aufhalten, wissen wir, dass sie einen Partner gefunden haben. Dann töten wir alle Tiere, bis auf die kastrierten. Wir hoffen, dass wir irgendwann nur solche Tiere übrig haben“, erklärt Åhlén.

Das Projekt kostet den schwedischen Steuerzahler umgerechnet knapp eine Million Euro im Jahr. Die Regierung hat der Naturschutzbehörde weitere 800.000 Euro bis zum Jahr 2016 zur Bekämpfung fremder Arten in Aussicht gestellt. Zu diesen Arten gehört der Marderhund.

Nils Eklund/Dieter Weiand

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".